Roll-out: Maybach goes Manhattan

Von Frank Wald

"Bleiben Sie bitte hinter der abgesperrten Linie!" Mitarbeiter der Maybach-Manufaktur und eine Hand voll Journalisten standen Spalier für den ersten Maybach, der, von elegischer Musik begleitet, das Werk in Sindelfingen verließ, um sich auf den Weg nach New York zu machen.

Die Luxuslimousine Maybach startet von Sindelfingen ihre Promotionstour nach New York
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Die Luxuslimousine Maybach startet von Sindelfingen ihre Promotionstour nach New York

Mit dem so genannten Roll-out begann der Countdown zur Weltpremiere der "exklusiven Highend-Luxuslimousine". Mercedes-Produktionsvorstand Helmut Petri ließ die angereisten Journalisten denn auch wissen: "Sie sind die Ersten, die heute den neuen Maybach unverhüllt sehen."

Trotzdem verlief die Zeremonie verhältnismäßig unspektakulär. Nach kurzem Foto-Shooting vor der schmucklosen Fassade der Maybach-Manufaktur verschwand der 6,17 Meter lange Maybach 62 in einem eigens angefertigten Spezial-Transporter. Der rangierte kurz hin und her und fuhr mit seiner 360.000 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) teuren Fracht vom Werksgelände.

Geräumigkeit wird groß geschrieben ...
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Geräumigkeit wird groß geschrieben ...

Doch der Lokaltermin in Sindelfingen war nur der Auftakt zur medienwirksamen Jungfernfahrt des ersten Maybach 62. Vorausgesetzt, er bleibt nicht am Frankfurter Kreuz stecken, soll der Sattelschlepper mit Heilbronner Kennzeichen nämlich in zwei Tagen in der britischen Hafenstadt Southampton eintreffen.

Dort wird die Luxuskarosse in einem gläsernen Container auf dem Sonnendeck des Luxusliners "Queen Elizabeth 2" ihre Reise am 26. Juni 2002 in Richtung New York fortsetzen. Eskortiert von 1778 Passagieren und einer 1000-Mann-Crew soll der Maybach nach sechseinhalb Tagen und 3100 Seemeilen (5741 Kilometer) am Morgen des 2. Juli wohl behütet die Überseepiers in Manhattan erreichen. Am Pier 90, auf Höhe der West 50th Street, wartet dort Maybach- und Mercedes-Chef Jürgen Hubbert, um den Wagen nach einer Fahrt durch die Wall Street, an der New Yorker Börse vorbei, dann auch dem Rest der Welt zu präsentieren.

... und Bequemlichkeit selbstverständlich auch
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... und Bequemlichkeit selbstverständlich auch

Während der erste Maybach seiner spektakulären Atlantiküberquerung entgegensteuert, nimmt die Produktion in Sindelfingen konkrete Formen an. Rund 330 Fachkräfte sollen in der 21.000 Quadratmeter großen Fabrik, die DaimlerChrysler hier im Mercedes-Werk errichten ließ, auch "anspruchsvollste Wünsche" der finanzkräftigen Kundschaft erfüllen. Ab Herbst 2002 werden dann täglich etwa fünf Luxuslimousinen die Manufaktur verlassen.

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  • Datum: Dienstag 25.06.2002 | 11:25 Uhr
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