Das Thema Design, das lässt sich ohne großes Risiko vorhersagen, wird bei BMW virulent bleiben. Und vor allem konträr. Erstmals haben die Münchner jetzt offizielle Fotos ihres neuen Roadsters Z4 herausgegeben, dem Nachfolger des von James Bond geadelten Z3. Schon der erste Blick auf die Karosserie legt den Schluss nahe, dass dieses Design, von den Münchnern als "weiterer Eckpunkt der neuen BMW Formensprache", auf verschärften Widerspruch stoßen wird.
Richtig schnittig, sportlich und modern sieht die Frontpartie aus. Leicht aggressiv, mit großem Kühlöffnungs-"Maul" unter dem Stoßfänger und breiter BMW-Niere darüber. Dazu scharf geschnittene Scheinwerfer mit einem breiten Blinker-Grinsen. Von der Seite betrachtet, wird die elegante Linienführung des Vorderwagens abrupt aufgelöst. Hier sorgen scharfe Kanten, die etwas willkürlich ins Blech geformt wirken, für optische Irritationen.
"Aufregend" nennt BMW das und erläutert, dass "diese spannende Optik immer wieder neue Übergänge aus Licht und Schatten schafft". Spannend ist die Seitenansicht auf jeden Fall, elegant darf man sie nicht nennen.
Das Heck schließlich fällt am deutlichsten aus dem bisher von BMW gewohnten Rahmen. Wulstig und beinahe plump sieht der Z4 von hinten aus. Jedenfalls ist keine Spur mehr zu erkennen vom sportlich-lässigen Abschluss eines Z3 oder gar eines Z8. Immerhin fasst der Kofferraum 260 Liter Gepäck, oder, was für die angepeilte Klientel ein anschaulicheres Maß sein dürfte, zwei Golfbags. Das Stoffdach mit einer beheizbaren Heckscheibe aus Glas faltet sich auf Knopfdruck z-förmig zusammen.
Zunächst bietet BMW das Auto in zwei Motorversionen an. Beim Z4 2.5i steckt ein Reihensechszylinder mit 192 PS (141 kW) unter der Haube, der den Wagen auf bis zu 235 km/h beschleunigt. Die Kraftübertragung wird von einem Fünfgang-Schaltgetriebe geregelt. Die vorläufige Topvariante Z4 3.0i hat einen Reihensechszylinder mit 231 PS (170 kW) im Motorraum und läuft maximal 250 km/h schnell. In diesem Fall bekommt es der Fahrer mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe zu tun.
Zur Wahl stehen für beide Motoren zudem eine Fünfgang-Automatik und ein sequenziell bedienbares Sechsgang-Schaltgetriebe. Lederlenkrad, Überrollschutzsystem und Sportsitze gehören zum Serienumfang. Ein Blick ins Cockpit zeigt edles, glattes, modernes Ambiente - und das hebt sich damit deutlich von manchen Außenansichten des Autos ab.
Erstmals in natura in Augenschein nehmen können wird man den Z4 beim Pariser Autosalon Ende September. Noch in diesem Jahr soll das Auto dann auf dem US-Markt eingeführt werden. Die Auslieferung in Europa beginnt im Frühjahr 2003. Vielleicht haben wir uns bis dahin an den neuen Knitter-Look von BMW gewöhnt.
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