Deutlich erkennbar wurde die Fahrzeugfront bis zur A-Säule auf das neue BMW-Bangle-Design getrimmt. Konvex-konkav wechselnde Flächen bestimmen das charakteristische Relief der Motorhaube. Die Sicken wurden zudem breiter und verlaufen jetzt bis in die BMW-typischen Doppelnieren, die ebenfalls gewachsen sind. Wie der neue 5er trägt nun auch der X5 leuchtende Corona-Ringe um die vier Scheinwerfer. Auffällig auch die Frontschürze mit größeren, in der Mitte geteilten Lufteinlässen. Rückleuchten in Klarglas-Optik runden das neue X5-Heck ab.
Highlights der Modellüberarbeitung unter dem Blechkleid sind das neue Allradsystem xDrive sowie stärkere Motoren. Unter der Haube arbeiten nun der bereits im 7er eingesetzte 4,4-Liter-V8-Benziner und ein neuer 3,0-Liter-Common-Rail-Diesel. Der Achtzylinder übertrumpft im X5 4.4i mit 320 PS (235 kW) seinen Vorgänger um ganze 34 PS. Damit stürmt der Allradler in 7,0 Sekunden über Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit gibt BMW mit 240 km/h an. Vorausgesetzt er ist - in Deutschland serienmäßig - mit Reifen der Geschwindigkeitsklasse "V" bestückt. Mit H-Bereifung wird das Höchsttempo auf 210 km/h elektronisch begrenzt. Unabhängig von der Reifenwahl gibt es den X5 4.4i serienmäßig mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe.
Nur unwesentlich langsamer ist der überarbeitete Reihensechszylinder-Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung der zweiten Generation. Im neuen X5 3.0d leistet er 218 PS (160 kW)) und stemmt ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmeter an die Kurbelwelle. Er erreicht die 100 km/h-Marke schon nach 8,3 Sekunden und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Der Durchschnittsverbrauch soll bei 8,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer liegen. Die Kraftübertragung regelt serienmäßig ein Sechsgang-Schaltgetriebe, oder optional eine Sechsgang-Automatik.
Allen neuen X5-Modellen gemein ist der weiterentwickelte Allradantrieb xDrive, der die Antriebskräfte stufenlos, variabel und laut BMW "schneller als andere Systeme" zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Damit soll der X5 nicht nur bei schneller Kurvenfahrt sicherer auf der Straße liegen sondern auch beim Anfahren auf schneeglatter Fahrbahn oder beim Erklimmen steiler Hänge mit losem Untergrund deutlich mehr Traktion gewinnen.
Auch das neue, optional erhältliche adaptive Kurvenlicht und die neuen Bi-Xenon Scheinwerfer sollen zu mehr Sicherheit beitragen. Letztere sind in den Achtzylinder-Modellen serienmäßig und für die Sechszylinder optional erhältlich.
Für den Einsatz des X5 als Zugmaschine hat BMW außerdem eine Anhänger-Stabilisierungskontrolle entwickelt. Sie soll gefährliches Aufschaukeln von Anhängern verhindern, indem sie über die Sensoren des Fahrwerksregelsystems DSC gefährliche Pendelbewegungen erkennt und durch gezielten Bremseneingriff das Gespann automatisch wieder in einen sicheren Fahrzustand bringt. Nach dem IAA-Auftritt in Frankfurt sollen die ersten Fahrzeuge ab Mitte Oktober in Nordamerika ausgeliefert werden. Ab Dezember sind sie dann auch in Europa und Deutschland zu Preisen ab 62.250 Euro für den X5 4.4i sowie 43.950 Euro für den X5 3.0d zu haben. Im Frühjahr 2004 soll außerdem mit dem X5 4.8is eine Hochleistungsvariante folgen.
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