Genf-Trend III: Hübsche Hybride

Von Frank Wald

Vernunft ist sexy. Wer bislang glaubte, Autos mit alternativen Hybridantrieben müssen auch bieder und langweilig aussehen, wird auf dem Genfer Autosalon eines Besseren belehrt.

Lexus RX 400h:  Konzept "Hybrid Synergy Drive" macht auch in der Oberklasse eine gute Figur
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Lexus RX 400h: Konzept "Hybrid Synergy Drive" macht auch in der Oberklasse eine gute Figur

Trendsetter bei der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor sind die Japaner, und hier besonders Toyota. Neben der Neuauflage der eher unscheinbaren Familienkutsche Prius zeigen die Japaner am Genfer See mit dem Geländewagen Lexus RX 400h, dass das Konzept des so genannten Hybrid Synergy Drive auch in der Oberklasse eine gute Figur macht.

Unter der Haube des Nobel-SUV steckt ein 3,3-Liter-Sechszylinder, der von zwei Elektromotoren unterstützt eine Leistung von 270 PS produziert. Er beschleunigt damit in weniger als acht Sekunden auf 100 km/h und zieht in der Endgeschwindigkeit mit seinem Benzin-Bruder RX300 (rund 200 km/h) gleich. Dabei müssen die Insassen weder auf Raumkomfort, Sicherheitsausstattung oder Luxus-Features verzichten. Wohl aber auf Spritkonsum und CO2-Ausstoß. Toyota verspricht einen Durchschnittsverbrauch, der "eher an eine Vierzylinder-Familienlimousine" erinnert sowie die Einhaltung der Abgasnorm Euro 4. Auf den Markt kommen soll der Lexus RX400h Anfang nächsten Jahres.

Studie Alessandro Volta: Nichts vom typischen Elektroauto
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Studie Alessandro Volta: Nichts vom typischen Elektroauto

Was mit identischem Aggregat optisch wie technisch möglich ist, zeigt die renommierte Design-Schmiede Ital-Design in Genf nur ein paar Stände weiter mit der rassigen Sportwagen-Studie Alessandro Volta. "Wir haben einen Hybrid konzipiert, der nichts vom typischen Elektroauto hat", sagt sein Schöpfer Fabrizio Giugiaro. Unter der zwei Meter breiten und 4,30 Meter langen Kohlefaserkarosse finden sich drei nebeneinander platzierte Sitze und eben jener Hybridantrieb von Toyota. Nur dass der V6-Benziner in Kombination mit den beiden Elektromotoren hier 408 PS Leistung mobilisiert, die den roten Flügeltürer, benannt nach dem italienischen Batterie-Erfinder, in knapp vier Sekunden auf Tempo 100 und eine Spitze von 250 km/h treiben soll. Trotzdem soll der "sozial verantwortliche" Sportwagen mit einer 52-Liter-Tankfüllung bis zu 700 Kilometer weit fahren können.

Honda Imas: Der Sportwagen soll mit dem Hybridsystem aus Zwei-Liter Benzinmotor und Elektromotor nur 2,5, Liter Sprit verbrauchen.
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Honda Imas: Der Sportwagen soll mit dem Hybridsystem aus Zwei-Liter Benzinmotor und Elektromotor nur 2,5, Liter Sprit verbrauchen.

Nicht ganz so rassig, wenn auch mit den klassischen Features eines Sportwagens ausgerüstet, ist Hondas Hybrid-Sportwagen Imas. Unter der aerodynamisch geformten Kohlefaserkarosse steckt eine Weiterentwicklung des Hybridsystems, das Honda bereits serienmäßig im Kompaktmodell Civic verbaut. Hier besteht der Antrieb aus einem Zwei-Liter-Benzinmotor, wobei der Elektromotor beim Beschleunigen die Leistung steigert und umgekehrt die Bremsenergie speichert. Der Imas-Sportwagen soll jedoch weniger mit Leistung als mit Umweltfreundlichkeit glänzen. Dank seines geringen Gewichts von 700 Kilogramm und der guten Aerodynamik (cW-Wert von 0,20) soll der Wagen mit nur 2,5 Liter Kraftstoff auskommen.

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  • Datum: Donnerstag 04.03.2004 | 16:04 Uhr
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