VW Phaeton Experience: Auf den Spuren des Hochadels

Um ein neues Automodell in der Oberklasse zu etablieren, sind Geduld und Phantasie nötig. Im VW-Konzern ist das hinlänglich bekannt. Erst wurde der Audi A8 in die Gilde der Glamourlimousinen gefahren, nun soll das Gleiche mit dem VW Phaeton gelingen.

Zwei VW-Mitarbeiter putzen den noblen VW-Phaeton in der Gläsernen Manufaktur in Dresden: Der Phaeton werde noch viele Jahre vor sich haben, so der VW-Chef Bernd Pischetsrieder
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Zwei VW-Mitarbeiter putzen den noblen VW-Phaeton in der Gläsernen Manufaktur in Dresden: Der Phaeton werde noch viele Jahre vor sich haben, so der VW-Chef Bernd Pischetsrieder

Dass es ein Geduldsspiel werden würde, den Phaeton im Auto-Oberhaus überzeugend zu platzieren, war von vornherein klar. Im vergangenen Jahr registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt 3104 Neuzulassungen des VW-Topmodells in Deutschland, und damit rangierte der Volkswagen für die Oberschicht erwartungsgemäß hinter dem deutschen Konkurrenz-Terzett aus Audi A8 (6988 Zulassungen), BMW 7er (7881) und Mercedes S-Klasse (9865). Eigentlich schlägt sich der Phaeton damit recht wacker, denn wie lange bitteschön hat es gedauert, bis Audi - erst mit dem Modell 200, später mit dem A8 - in der Oberklasse Fuß gefasst hatte? Eben.

Bis der Phaeton diesen Status erreicht hat, wird es ebenfalls noch Jahre dauern. In der Zwischenzeit bereichert VW die Welt um Phaeton-Accessoires. So wurde beispielsweise eine spezielle Porzellanserie kreiert und eine limitierte Auflage von Füllfederhaltern mit 18-Karat-Goldfeder gibt es auch. Ganz neu ist das Programm "Phaeton experience". Dabei handelt es sich um ein Veranstaltungsprogramm besonders elitärer Natur.

Ein elegant gekleidetes Paar hat es sich mit Champagner vor seinem Rolls Royce bequem gemacht: Savoir vivre in Ascot bald auch als Volkswagen-Arrangement buchbar
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Ein elegant gekleidetes Paar hat es sich mit Champagner vor seinem Rolls Royce bequem gemacht: Savoir vivre in Ascot bald auch als Volkswagen-Arrangement buchbar

"Im Vordergrund der Reise-Arrangements stehen hochklassige Kultur-, Sport- und Fahrerlebnisse", heißt es bei VW. Im Hintergrund stehen Marketingidee und Preis. Die viertägige Reise zum Pferderennen von Ascot mit allem Pipapo wie Unterbringung im 5-Sterne-Hotel, Ausflug nach Oxford und Hochadel-Watching beim Rennen selbst kostet zum Beispiel 1990 Euro.

Andere Schauplätze der "Phaeton Experience" sind das schottische St. Andrews, wo der berühmteste Golfplatz der Welt liegt, Wolfsburg, wo sich die größte Autofabrik der Welt befindet und Dresden, dem einzigen Ort auf diesem Planeten, an dem der Phaeton gebaut wird. Stets gehören umfangreiche Ausfahrten in der VW-Limousine, zum Teil auf Renn- oder Versuchsstrecken, zum Programm. Die Wolfsburger handeln dabei nach dem alten Autoverkäufermotto "man muss die Leute erst einmal in den Wagen bekommen, der Rest ergibt sich dann". Angesprochen wird demnach nicht nur der noch junge aber harte Kern der Phaetonisten, sondern Oberklassekunden ganz generell. Die Teilnahme sei "nicht an den Besitz eines bestimmten Fahrzeugs gebunden", versichert VW. Es geht ums Kennenlernen - spätere Heirat nicht ausgeschlossen.

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  • Datum: Mittwoch 24.03.2004 | 09:59 Uhr
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