Eigentlich tritt die Schweizer Firma Rinspeed nur einmal im Jahr ins Rampenlicht, nämlich immer im März, wenn sie ein spektakuläres Auto auf dem Genfer Salon enthüllt. Jetzt aber tanzen die eidgenössischen Extrem-Entwickler aus der Reihe: Mitten im Hochsommer präsentieren sie ihre jüngste Kreation, einen gechoppten Porsche Cayenne.
Die Ingenieure aus Zumikon bei Zürich griffen dabei einen in den USA seit Jahrzehnten von Fans gepflegten Kult auf, bei dem die Dachhöhe von zumeist älteren Fahrzeugen möglichst drastisch gesenkt wird. Die Schweizer wählten für diese A-, B- und C-Säulen-Amputation den Luxus-Geländewagen Porsche Cayenne aus. Um jeweils 15 Zentimeter kappten sie die Dachpfosten, so dass der Wagen insgesamt nun deutlich flacher, gedrungener, bulliger aussieht.
Rinspeed Chopster heißt das Auto, das demnächst zu einem Preis ab 377.000 Euro angeboten wird. Weil sich durch den chirurgischen Eingriff am Dach die Steifigkeit der Originalkarosserie änderte, wurde das frisch frisierte Fahrzeug mit einem integrierten Überrollbügel versehen und zudem auf die hinteren Türen verzichtet.
Der neue Dreitürer fällt optisch auch durch eine besonders wulstige Frontpartie mit riesigen Öffnungen für die Ladeluftkühler, enorme Seitenschweller und überaus pausbäckige Kotflügel auf. Dazu kommen erstaunliche Räder im Format 23 Zoll, auf die 305er-Gummiwalzen aufgezogen sind. Im Innenraum gibt es vier Schalensitze, und ansonsten bleibt es den künftigen Besitzern überlassen, aus diversen Leder-, Aluminium- und Carbonteilen das gewünschte Ambiente zusammenzustellen.
Damit der Wagen nicht nur verwegen aussieht, sondern auch entsprechende Fahrleistungen zu Stande bringt, nahmen sich die Rinspeed-Techniker auch den Motor vor. Das getunte Porsche-Aggregat im Rinspeed Chopster leistet 600 PS (444 kW), beschleunigt den tiefer frisierten Wagen in weniger als fünf Sekunden von 0 auf Tempo 100 und erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h.
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