Autoversicherung im Test: Es geht oft günstiger

Gute Nachrichten für Autofahrer: Die Prämien für viele Haftpflicht- und Kaskopolicen sinken und für die meisten ist ein Wechsel noch bis Ende November möglich. Doch den günstigsten Vertrag zu finden, ist höchst kompliziert. Stiftung Warentest hat Tarife analysiert.

Tarifbeispiel: Für seinen Opel Astra bezahlt ein Oldenburger nur 80 Euro im Jahr
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Tarifbeispiel: Für seinen Opel Astra bezahlt ein Oldenburger nur 80 Euro im Jahr

Noch bis Ende November haben die meisten Autofahrer Zeit, den Versicherungswechsel einzuleiten. Und der kann sich lohnen: Anfänger können viele tausend Euro sparen. Aber auch nach zahlreichen Jahren unfallfreier Fahrt ist in vielen Fällen eine satte Ersparnis drin.

Der Preis für den Versicherungsschutz hängt von zahlreichen Faktoren ab. Am wichtigsten sind Autotyp und -alter einerseits, Alter des Fahrers und die Anzahl unfallfrei gefahrener Jahre andererseits. Doch auch der Wohnort, der Abstellplatz fürs Auto, weitere Versicherungsverträge und sogar der Beruf können Einfluss auf den Preis der Autohaftpflicht- und der Kasko-Police haben.

Der Hintergrund ist immer derselbe: Für Versicherer sind vor allem vorsichtige Autofahrer willkommene Kunden. Besondere Rabatte sind unter anderem für junge Familien, Frauen, Eigenheimbesitzer, Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und viele andere mehr drin. Selbst den Überblick zu behalten, ist praktisch unmöglich. Günstige Angebote unter Ausnutzung aller Rabattchancen im Einzelfall liefert die "Finanztest"-Analyse Autoversicherung.

Am meisten kostet der Versicherungsschutz für Anfänger, wenn sie keine Chance auf Vergünstigungen haben. Wer kurz nach der Führerscheinprüfung einen eigenen Wagen anmelden will, muss tief in die Tasche greifen. Der teuerste Anbieter im Vergleich will von einem 20-jährigen Fahranfänger aus Saarbrücken bei Anmeldung eines zehn Jahre alten Honda-Civic (Drittbesitz, 25.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr) sage und schreibe 7290 Euro für Haftpflicht und Teilkasko. Doch es geht auch günstiger: Bei der Arag gibt's den gleichen Schutz für 2876 Euro. Sparen lässt sich durch Anmeldung des Autos als Zweitwagen der Eltern. Eine ganze Reihe von Versicherern ermöglicht Anfängern einen Einstieg in einer günstigeren Rabattklasse, wenn schon die Eltern ihren Wagen bei derselben Gesellschaft versichert haben.

Sparen durch Erfahrung

Nur einen Bruchteil müssen langjährig unfallfreie Autofahrer zahlen. Sehr günstige Beiträge fand "Finanztest" für einen 59-jährigen Kommunalbediensteten mit Schadenfreiheitsklasse 25, der mit Frau und elfjährigem Kind ein eigenes Haus mit Garage in Oldenburg bewohnt, eine Bahncard besitzt und mit seinem neuen 90-PS-Astra nur 6000 Kilometer pro Jahr fährt. Er zahlt bei Adler (Vödag), Huk24 und DEVK nur rund 80 Euro Beitrag pro Jahr.

Oft lohnt die Kündigung des Versicherungsvertrags sogar für Autofahrer, die die Versicherung eigentlich gar nicht wechseln wollen. Wegen des harten Wettbewerbs in der Branche haben viele Anbieter für Neukunden besonders günstige Tarife im Angebot. Für Stammkunden enttäuschend: Sogar um das günstigste Angebot bei der eigenen Versicherung zu bekommen, müssen Sie selbst aktiv werden. Die Versicherung weist von sich aus in der Regel nicht auf Einsparmöglichkeiten hin.

Aus "Finanztest" 11/2004

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  • Datum: Donnerstag 11.11.2004 | 14:20 Uhr
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