Zwickau - Im sächsischen Zwickau haben die "Ampelfrauen" das Kommando übernommen: In Grün und Rot leuchten sie seit Dienstag an einem Fußgängerüberweg. Die Ampelanlage mit weiblichen Symbolen sei die Erste im öffentlichen Straßenverkehr Deutschlands, sagte Joachim Roßberg von der Wildenfelser Signaltechnik Roßberg GmbH der Nachrichtenagentur ddp.
Die Ampelfrau habe nichts mit einem übertriebenen Drang nach Gleichberechtigung zu tun, sagte Roßberg. Entscheidendes Kriterium für die Neuentwicklung sei die Lichtdurchlässigkeit. Mit Rock sowie mit Zöpfen statt Hut biete die Ampelfrau genau wie das kräftigere Ost-Ampelmännchen ausreichend rote beziehungsweise grüne Leuchtfläche, um für Fußgänger gut erkennbar zu sein.
Welches Geschlecht die erleuchteten Ampel-Menschen haben sollen, können die Kommunen alleine entscheiden. Hier greift die Straßenverkehrsordnung nicht ein. Zwickau will nach Angaben der Stadtverwaltung für die Stadt kostenneutrale Anlage etwa ein Vierteljahr lang testen. Eine Auswechslung von bisherigen "Hutmännern" komme nur bei notwendigen Neuinstallationen in Frage.
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