So geht Bergsteigen natürlich auch: mit dem Auto. Der Limburger Matthias Jeschke, 33, will in den nächsten Tagen mit seinem Geländewagen vom Typ Toyota Landcruiser einen neuen Höhenweltrekord für Autos aufstellen. Die bisherige Bestmarke liegt bei 5726 Metern, sie wurde vor sechs Jahren von einem russisch-amerikanischen Team im Himalaja aufgestellt. Die Chancen, so verlautet aus der siebenköpfigen Rekordversuch-Truppe, stünden gut. Bei Erkundungsfahrten sei man bereits bis auf 5915 Meter Höhe vorgedrungen. Als offizieller Rekord gilt dies jedoch noch nicht.
Der soll in den nächsten sieben Tagen gelingen. Jeschke, der über reichlich Erfahrung als Rallye- und Offroadfahrer verfügt, wird unter anderem unterstützt vom Bergführer Wilfried Studer aus Wolfurt in Vorarlberg. Der Österreicher ist vor allem für die Akklimatisierung der Teilnehmer verantwortlich - und für die richtige Routenführung am Berg. Bis zu einem ersten Biwakcontainer in 5200 Meter Höhe, der als Basislager für Bergsteiger dient, gibt es noch eine Schotterpiste. Danach folgt extremes Offroadgelände, und Jeschke hofft, bis auf 6300 Meter Höhe vorzustoßen.
In diesen Regionen wird der Sauerstoff in der Luft bereits deutlich spürbar knapp. Das Atmen wird zunehmend ein Keuchen, man kommt nur noch langsam voran, und der Körper benötigt enorm viel Flüssigkeit. Wie genau es einem Auto mit 177 PS starkem Benzinmotor in dieser Höhenlage geht, ist noch unbekannt. Fest steht nur: Auch ein Verbrennungsmotor braucht Sauerstoff, und mit zunehmendem Sauerstoffmangel in der Luft nimmt auch die Leistung des Triebwerks ab. Ob es reicht, um an den steilen Flanken des höchsten Vulkans der Erde bis über 6000 Meter zu gelangen, wird Jeschke bald wissen - und Leser des Guinness-Buchs der Rekorde womöglich auch.
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