Wer künftig im Porsche Cayenne vor dem Clubhaus der Golfanlage Alcanada auf Mallorca vorfährt, kann für die Fahrten zu den Abschlägen gleich wieder in einem Cayenne Platz nehmen. Genauer: In einem phantasievollen Umbau im Maßstab von zirka 1:2. Das Wägelchen ist 2,70 Meter lang und 1,25 Meter breit, trägt auf der Haube das Porsche-Logo und ist auch sonst seinem großen Vorbild ziemlich getreu nachgebildet. Das gilt zum Beispiel für die vorderen Kotflügel ebenso wie für die Scheinwerfer, das Buchteil und die Replikate der 20-Zoll-Räder.
Am Heck mischen sich Remake und Neukonstruktion. Neu ist die Ladefläche, auf der zwei Golfbags transportiert werden können. Erinnerungen ans Original wecken die Rückleuchten, die Ladekante aus Edelstahl und die ovalen Auspuff-Endrohre. Letztere sind allerdings funktionslose Zierteile, denn angetrieben wird das Golfcar von einem abgasfreien, 3,2 PS starken Elektromotor, der über ein Direktgetriebe die Hinterräder bewegt. Die Antriebstechnik und das Fahrwerk stammen aus "normalen" Golfcar der Firma Divaco in Essen.
Mit etwa 24 km/h Höchstgeschwindigkeit dürfte der Golf-Cayenne zu den langsamsten je gebauten Fahrzeugen mit Porsche-Emblem auf der Haube gehören. Wer mit voller Kraft aufs Pedal tritt, erreicht mit dem Mobil nach zehn Metern dieses Tempo. Die Reichweite mit einer Batterieladung beträgt 30 Kilometer. Allerdings darf dann das Licht nicht eingeschaltet werden, denn sobald die Scheinwerfer brennen, nimmt der Bewegungsspielraum ab. Vermutlich werden jetzt Golfplatzbesitzer in aller Welt Porsche bestürmen, um an so ein Gefährt zu kommen. Doch noch, teilen die Stuttgarter mit, sei nicht entschieden, ob das Tochterunternehmen Porsche Engineering Group in Stuttgart überhaupt weitere Golf-Cayenne bauen wird.
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