Detroit - Für die Untersuchung hat das Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) einen schweren Unfall simuliert. Das Szenario: Ein Geländewagen fährt mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde in die Fahrerseite des jeweiligen Testwagens.
Fast alle US-Kompaktwagen bekamen die schlechteste der zu vergebenden vier Noten - bis auf zwei Ausnahmen: Die Prüfer vergaben an den Chevrolet Cobalt und den Toyota Corolla das Prädikat "akzeptabel". Das gilt allerdings nur für die Modelle mit Seitenairbags als Zusatzausstattung. Ohne die Airbags schnitten sie ebenfalls "mangelhaft" ab.
Unter anderem beim VW New Beetle gehören Seitenairbags zur Grundausstattung. Im Kopfbereich schützen die Airbags nach Ansicht der Prüfer "gut". Die Fachleute beanstanden beim New Beetle jedoch, dass der Fahrer des Unfallwagens an Rumpf, Hüfte und Beinen dem Aufprall beinahe schutzlos ausgeliefert ist. Ergebnis für den VW: mangelhaft.
Am schlechtesten hat in der Wertung der Dodge Neon aus dem Haus DaimlerChrysler abgeschnitten. "Dieses Auto ist ein Desaster", sagte Testleiter Adrian Lund. Der Struktur des Neon sei dermaßen dürftig, dass vermutlich auch Seitenairbags nichts am schlechten Ergebnis ändern könnten. Einen ähnlichen Unfall würde in der Realität kaum ein Fahrer überleben, sagte Lund.
In einer Stellungnahme von DaimlerChrysler hieß es dazu: "Kein einzelner Test ist aussagekräftig für die Gesamtsicherheit eines Autos." Außerdem könne niemand mit Bestimmtheit sagen, wie ein Fahrzeug in einer Unfallsituation reagiere.
Die detaillierten Testergebnisse sind auf der Website des IIHS abrufbar.
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