Zu teuer: VW stoppt Ein-Liter-Auto
Das Drei-Liter-Auto Lupo 3L ist ein Ladenhüter, dem Sparmobil A2 der VW-Tochter Audi geht die Puste aus. Von einem Ein-Liter-Auto erwartet VW nun auch nichts mehr und gibt seine Entwicklung auf, berichtet eine Zeitung. VW dementiert: Eine Realisierung sei nie geplant gewesen.
DDP
Ferdinand Piëch und Bernd Pischetsrieder vor dem ersten Ein-Liter-Auto (2002): Nur einzelne Teile des Projekts sollen in Serie gehen
Hamburg - "Das Fahrzeug lässt sich nicht zu vernünftigen Kosten produzieren", sagte VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder der "Financial Times Deutschland". Das Drei-Liter-Auto, eine Version des jüngst eingestellten VW Lupo, bleibe jedoch im Programm.
Pischetsrieder begrub nach fast dreijähriger Entwicklungszeit das Prestigeprojekt des ehemaligen VW-Chefs Ferdinand Piëch. Das Fahrzeug sei zu einem Preis von unter 20.000 Euro nicht machbar gewesen, hieß es laut "FTD" bei VW. Bereits die Drei-Liter-Varianten von VW und Audi hätten kaum Käufer gefunden. Trotz Benzinpreisschocks und
Ökosteuer sei die Nachfrage gering geblieben. Die Preise von 15.000
Euro (VW) und 19.000 Euro (Audi) hätten viele Kunden abgeschreckt.



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Vom Lupo 3L habe VW seit der Einführung des Modells 1999 rund 27.000 Fahrzeuge gebaut. Der Konzern hätte mit mindestens dem Doppelten gerechnet. Audi stelle sein Sparmobil A2 wegen der enttäuschenden Nachfrage noch im laufenden Jahr ein. "Wir hatten uns für den A2 höhere Stückzahlen versprochen", sagte ein Audi-Sprecher gegenüber der "FTD".
Ein VW-Sprecher wies am Mittwochabend den Bericht der "FTD" zurück.
Volkswagen habe nie ein Ein-Liter-Auto entwickeln wollen. Es habe sich um eine "reine Konzeptstudie" gehandelt, sagte der Sprecher in Wolfsburg.
Lupo 3L TDI: Das Drei-Liter-Auto soll trotz enttäuschender Nachfrage weiter im Programm bleiben
Diese sei bereits 2002 vorgestellt worden. Die Studie zeige "nur
das technisch Machbare". VW habe aus wirtschaftlichen Gründen nie
vorgehabt, ein serienmäßiges Ein-Liter-Auto zu bauen. Es werde aber
geprüft, ob einzelne Komponenten der Studie, etwa
Leichtbaumaterialien, bei anderen Modellen zur Serienmäßigkeit
gelangen könnten. Der Sprecher bestätigte, dass das Drei-Liter-Auto im Programm bleiben solle.
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