Berlin - Wenn am Samstag um 14 Uhr die "Sonderauktion" im Meistersaal an der Köthener Straße beginnt, kommen die vier letzten Staatskarossen von Erich Honecker unter den Hammer. Unter den vier Citroën ist der Star die Stretchlimousine mit einer Länge von 5,50 Metern, von der nur zwei Wagen überhaupt gebaut wurden. Die Autos mit 2,5-Liter-Vierzylinder-Motor mit 100 kW/136 PS waren 1984 bei dem französischen Autohersteller von der DDR-Staatsführung in Auftrag gegeben worden. Pro Stück kosteten sie damals inklusive der Ausstattung wie Klimaanlage, Viergang-Automatik, hydropneumatische Federung und Tempomat 42.850 Mark, wie die "Berliner Zeitung" berichtete.
Seit der Wende sind die Citroën nicht mehr zugelassen worden, was die niedrigen Tachostände von 3100 bis 29.300 Kilometer erklärt. Verkauft werden sie aus dem Erbe der Treuhandgesellschaft von dem Immobilien-Auktionator Mark Karhausen. Mitsamt Blaulicht, Standartenträger, Leselampen, Original-Teppich und -Zulassung gilt für die Normalversionen ein Mindestgebot von 10.000 bis 13.000 Euro, für die Stretchlimousine müssen anfangs mindestens 18.000 Euro geboten werden.
Noch bis Freitag sind die Staatskarossen in den Potsdamer Platz Arkaden ausgestellt. Der Erlös geht zum Teil an den Berliner Verein "Kinderträume".
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