Stress am Steuer: Berufspendler leben wild und gefährlich

Wer täglich mit dem Wagen zum Job fährt, erlebt dabei einen wahren Nervenkrieg. Nach einer Studie des britischen Forschers David Lewis haben Pendler, was ihren Stresspegel betrifft, ein aufregenderes Leben als Kampfpiloten.

Berufsverkehr: Keine Erinnerung mehr an die Fahrt
DPA

Berufsverkehr: Keine Erinnerung mehr an die Fahrt

Hamburg - Fünf Jahre lang zeichnete der Stressexperte Lewis Blutdruck, Herzfrequenz und Stimmungen von Testpendlern auf und verglich sie mit den Werten von Piloten. Ergebnis: In belastenden Situationen stieg der Stresspegel der Pendler stärker an als bei den anderen Testgruppen.

Besonders das Gefühl, dem Stau hilflos ausgeliefert zu sein, beschrieben die Probanden als Zerreißprobe; die Folge sind Aggressionen gegenüber anderen Fahrern.

Ein Detail der Experimente überraschte den Forscher: Der Stress führte häufig dazu, dass sich die Testpendler an große Teile ihrer täglichen Fahrt nicht erinnern konnten - ein von Lewis "Pendler-Amnesie" getauftes Phänomen. "Wenn man jeden Tag anderthalb Stunden pendelt", errechnete Lewis, "verliert man dabei pro Woche einen ganzen Arbeitstag aus dem Bewusstsein."

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  • Datum: Samstag 30.07.2005 | 17:50 Uhr
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