Volpe, das italienische Wort für "Fuchs", steht eigentlich für das Konzept dieses Minimalautos: "Veicolo Originale Leggero Privo Emissioni" heißt der Knirps in voller Länge. Ein abgasfreies Leichtbauauto also, und dass es ziemlich originell ist, sieht man auf den ersten Blick. Das Vehikel wirkt, als sei ein Smart in den Schraubstock geraten oder in Scheiben geschnitten worden. Die große Kuppel öffnet sich nach vorne, darunter befinden sich zwei Sitze, die hintereinander angeordnet sind. An Verkehrsfläche braucht das Wägelchen kaum mehr als ein Motorroller: Der Volpe ist zwei Meter lang, einen Meter breit und eineinhalb Meter hoch.
Erdacht wurde das Auto von einem italienisch-französischen Trio. Die Firma Berman hat sich auf die Fertigung von Leichtkarosserien spezialisiert und baute den Korpus des Volpe. Vom CRMT (Centre de Recherche en Machines Thermiques) in Lyon stammt die Antriebstechnik aus einem Erdgasmotor und zwei elektrischen Radnabenmotoren, die in den Hinterrädern sitzen. Der Gas-Generator speist die bordeigene Batterie mit Strom, aus der Batterie wiederum bedienen sich die beiden Elektromotoren. Das Design des Autos wiederum entwarf das italienische Studio Zagato.
In der Normalversion wiegt das "Wölfchen" 380 Kilogramm, leistet 5,4 PS, schafft eine Spitzengeschwindigkeit von 65 km/h und verursacht Betriebskosten von rund 2,50 Euro je 100 Kilometer, geben die Volpe-Erfinder an. Wem das zu lahm ist oder wer mit einem solchen Gefährt die Stadtgrenzen überschreiten möchte, für den gibt es das stärkere Modell Volpe Power. Das ist an allen vier Rädern mit Elektromotoren ausgestattet, wiegt 450 Kilogramm, leistet 22 PS und schafft 135 km/h. Die Betriebskosten dieser Version steigen laut Hersteller auf 3,50 Euro je 100 Kilometer - auch das scheint verkraftbar.
Zur Sicherheitsausstattung des Mobils gehören Sicherheitsgurte, ein Airbag, Überrollbügel und Seitenaufprallschutz. Die Erfinder des Volpe haben offenbar an alles gedacht. Auch in der Praxis machte der Kleinstwagen, der während der "Weltausstellung für Erdgas- und Wasserstofffahrzeuge" vor wenigen Wochen in Bozen seine Runden drehte, bislang eine ansprechende Figur. Es fehlt jedoch noch ein Hersteller, der die Serienfertigung des Volpe in die Hand nimmt. Möglicherweise wächst die Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen, wenn die Spritpreise weiter so steil ansteigen wie zuletzt.
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