Düsseldorf - Neben der häufigeren Freigabe von Standstreifen als Ausweichspur befürworte der FDP-Politiker Ingo Wolf das "Rückführen des gestauten Verkehrs", berichtet die "Rheinische Post" heute. Wolf sagte, es gebe auch "einfache Lösungen, Staus zu vermeiden".
Bei langen Staus sollen die Fahrzeuge dem Bericht zufolge vom Ende beginnend wenden und auf derselben Fahrbahn bis zur nächsten Anschlussstelle zurückfahren dürfen. Das Wendemanöver dürfe allerdings nur auf Veranlassung der Polizei und mit deren strenger Absicherung erfolgen.
Eine Sprecherin des Innenministeriums am Dienstag in Düsseldorf sagte, dass Wolf den Einsatzkräften für die bessere Verkehrslenkung in Stausituationen ein Handlungskonzept zur Hand gegeben habe. Dieses rege ein "Rückführen des gestauten Verkehrs" bei besonders schweren Staus etwa in Folge von Vollsperrungen an.
Das polizeilich angeordnete Wenden auf der Autobahn bei Stau wird in Deutschland in seltenen Fällen bereits praktiziert. "Es passiert sehr selten", sagt der Pressesprecher des Autoclubs ADAC, Andreas Hölzel, zu SPIEGEL ONLINE, "und auch nur, wenn absehbar ist, dass ein Stau viele Stunden oder sogar Tage dauern kann." Organisatorisch und technisch sei eine solche Ausleitung des Verkehrs für die Polizei sehr aufwendig, es könnten neue Staus entstehen. Zudem bestehe ein Sicherheitsrisiko.
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