Guter alter Service
Bei Shell tankt wieder der Tankwart auf
Einfach im Wagen sitzen bleiben während ein freundlicher Herr im Blaumann den Tank füllt, die Scheiben putzt und auch noch nach dem Öl sieht - so kennt man es aus Filmen aus den 60er-Jahren. Der Mineralölkonzern Shell lässt den Tankwart nun noch einmal auferstehen.
Essen - An elf Stationen im Hamburg, Berlin, München und Stuttgart müssen Kunden schon nicht mehr selbst zum Zapfhahn greifen, wie die "Neue Ruhr/Neue Rheinzeitung" berichtet. Der zweitgrößte deutsche Mineralölkonzern hat ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Tankkunden sich wieder wie früher von vorne bis hinten von "ausgebildeten Service-Mitarbeitern" bedienen lassen können, wie ein Shell-Sprecher erklärte.
AP
Shell-Tankstelle: Sitzenbleiben und bedienen lassen
Betanken, Scheibenreinigen und Ölstandkontrolle gehören zu dem Angebot. So sollten die Kunden stärker an die Marke gebunden werden, berichtet die Zeitung. Der Service hat seinen Preis: Ein Aufschlag von einem bis fünf Cent pro Liter Benzin werde an den Test-Tankstellen verlangt. Doch die Kunden schrecke das trotz der hohen Benzinpreise nicht, versicherte der Sprecher. "Viele geben sogar noch Trinkgeld." Die ersten Ergebnisse seien viel versprechend. "Wir können uns gut vorstellen, das Konzept eines Tages deutlich auszudehnen."