London - Motorrad-Hersteller Yamaha hat eine Kunststoffbeschichtung entwickelt, die tagsüber das Sonnenlicht einfängt und diese Energie nachts nach und nach in Form eines sanften Leuchtens wieder abgibt. Die neue Beschichtung soll besonders kleinere Fahrzeuge bei Dunkelheit besser sichtbar und damit sicherer machen, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist".
Der leuchtende Kunststoff gehört zu den sogenannten phosphoreszierenden Materialien. Bei diesen Stoffen befördert auftreffendes UV-Licht die Elektronen der chemischen Bindungen in einen angeregten Zustand, aus dem sie nur sehr langsam wieder in ihre eigentliche Position zurückkehren. Dabei senden die Elektronen sichtbares Licht aus, so dass der Kunststoff häufig stundenlang diffus glüht.
Um auch die stark gebogenen Teile eines Motorrads gleichmäßig mit der leuchtenden Beschichtung bedecken zu können, hat Yamaha ein spezielles Vakuum-Druck-Verfahren entwickelt. Damit könne ein sehr dünner, glatter Kunststofffilm auch auf Bauteile wie Schutzbleche, Motorabdeckungen, Verkleidungsteile oder Tanks aufgebracht werden, schreibt "New Scientist". Erstmals zum Einsatz kommen soll die neue Technologie im Mai 2006 auf dem elektrischen Motorroller EC-02.
har/ddp
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