Ein Frühlingsabend. Es ist warm und stickig in der Stadt, auf dem Auto liegt eine dünne Schicht gelber Pollen, und drinnen riecht die aufgeheizte Luft nach Mechanik und Muff. Fenster auf, Motor starten - und schon steht man wieder. In einer schier endlosen Reihe von Karossen, die vielspurig und träge dahinzuckeln, sich teilen und wieder zusammenfließen - wie Güterzüge auf dem Rangierbahnhof.
Es nervt, dieses sich aus der Stadt herausschieben. Das Gedudel aus dem Autoradio macht die Sache nicht besser - im Gegenteil. Bei Gebläsestufe 3 übernimmt eh der Ventilator die Melodiestimme. In anderen Autos wird im Takt genickt, telefoniert, im Handschuhfach gekramt, gepopelt. Manchmal hupt einer, manchmal macht einer eine höfliche Handbewegung und man grüßt zurück. Mit anderen Worten: Es handelt sich zwar im weitesten Sinne um Autofahren, doch Spaß macht das alles nicht im Geringsten.
Das kann sich schlagartig ändern. Wenn die letzte Ampel passiert und der letzte Pendler den Carport erreicht hat. Wenn die Straße sich in die Landschaft schmiegt und Rapsfelder, Seen, spitze Berge oder alte Bäume vorbeiziehen. Wenn Autofahren zum Reisen wird, zur eleganten Bewegung - möglichst leise und ausgeglichen, möglichst gelassen und entspannt.
In solchen Fällen macht Autofahren Spaß - vorausgesetzt, man ist auf der passenden Strecke unterwegs. SPIEGEL ONLINE stellt in den kommenden Wochen in der Serie "Wo Fahren Spaß macht" solche Strecken vor. Kurze und lange, solche direkt vor der Haustür und weltweit verstreute. Denn manchmal ist Fahren einfach mehr, als nur von A nach B zu kommen.
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Für mich persönlich ist der "Mittlere Ring" in München ein High-Light. Jeden Tag. Ich habe das Glück, dass ich es nicht eilig habe. Was ich vergessen habe zu sagen: ich bin mit dem Radel unterwegs. Und ich [...] mehr...
Autospaß? Darf man so ein "garstiges" Wort in Zeiten massenhaften Political Correctness Schnwachsinns überhaupt noch erwähnen...:-)) Aufgrund des wenigen Verkehrs gibt es den vor allem für mich als Oldtimerfahrer [...] mehr...
Yep, es ist nicht nur der Weg, manchmal gehört auch das richtige "Transportmittel" dazu. Bei schönem Wetter ist es zweirädrig (mit und ohne Motor) und zur Zeit, naja mit nem Dach über dem Kopf... hier [...] mehr...
Von den etwa 2 Mio km die ich bisher hinter den Volant abgespult habe, sind mir in besonders guter Erinnerung geblieben: - Die komplette irische Westküste - Der Splügenpass hinunter zum Lago di Coma Aus meiner (noch) [...] mehr...
Am liebsten durch Prag. Dort kuschelt man sich mit anderen Autos in elendslangen Staus, streitet sich mit der Freundin um den Abstand zum Vordermann, um nach 3 Stunden Stop and Go zu sehen das eine Polizistenfrau in die [...] mehr...
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