Hamburg – Die jahrelangen Bemühungen deutscher Autobauer um ökologischere Fahrzeuge haben nicht gefruchtet – zumindest nicht in der Wahrnehmung der Käufer. In einer Befragung von rund 2000 Autokäufern, die die Nürnberger Marktforschung Puls durchgeführt hat, nannten 32,5 Prozent Toyota die umweltfreundlichste Marke. Nur noch 23,8 Prozent hielten die Modelle von Volkswagen für ökologisch, gefolgt vom Dieselfilter-Vorreiter Peugeot mit 22,7 Prozent und Audi mit 21,4 Prozent.
Die deutschen Marken BMW und Mercedes-Benz landeten mit 18,5 Prozent (BMW) und 17,7 Prozent (Mercedes) im Mittelfeld der Umwelt-Wertschätzung. Am Ende der Rangliste finden sich Ford (9,7 Prozent) und Citroën (8,7 Prozent) wieder. Viele Hersteller haben nach Ansicht von Puls-Chef Konrad Weßner den Trend zur Umweltverträglichkeit verschlafen, darunter auch BMW und Mercedes-Benz. Öko galt für sie nach Ansicht des Branchenkenners lange als Randthema.
Langsamer fahren für die Umwelt
Die befragten Autofahrer gaben an, dass sie bereit wären, für mehr Ökologie auch Nachteile auf der Produktseite in Kauf zu nehmen. So gaben 57 Prozent an, für mehr Umweltverträglichkeit eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit zu akzeptieren. Immerhin rund ein Drittel der Autokäufer würde für mehr Ökologie einen höheren Preis für ihr Wunschfahrzeug zahlen.
Bei den als besonders zukunftsträchtig eingestuften Antriebs- und Kraftstoffarten gilt den Autokäufern der von Toyota auf den Markt gebrachte Hybridantrieb als Nummer eins. 44 Prozent sehen darin den Antrieb der Zukunft, gefolgt von biologischen Kraftstoffen (40 Prozent) und Erdgas (32 Prozent). Abgeschlagen aus ökologischer Sicht gelten für die Autokäufer hingegen Diesel- und Benzinmotoren (25 und 16 Prozent). Laut Weßner hat sich Toyota mit dem Hybridantrieb eine hervorragende Positionierung in punkto Umweltfreundlichkeit erarbeitet.
abl/AP
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