Ausrede vor Gericht: "Handy stützt wackeligen Kiefer"

Der Autofahrer ließ nichts unversucht, um einem Bußgeld wegen Handybenutzung am Steuer zu entgehen. Vor Gericht demonstrierte er durch heftiges Kopfschütteln seine labilen Gelenke: Er müsse durch das Handy seinen Kiefer stützen.

Sondershausen – Der Amtsrichter blieb hart. Dem 36-Jährigen aus dem thüringischen Sondershausen, der mit einem Handy am Steuer erwischt worden war, ließ er die Ausrede nicht durchgehen. Der Mann hatte vor dem Gericht angegeben, er habe das Telefon als Stütze für seinen wackeligen Unterkiefer benötigt.

Der Richter verurteilte den Fahrer zu 40 Euro Bußgeld. Außerdem soll die Führerscheinstelle seine Fahrtauglichkeit prüfen. "Wer angeblich die rechte Hand beim Autofahren fürs Festhalten seines Kiefers benötigt, nimmt nur eingeschränkt am Straßenverkehr teil", hieß es in der heute veröffentlichten Begründung.

abl/gms

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  • Datum: Montag 16.10.2006 | 18:03 Uhr
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