Mehr Abschreckung: Ministerium verteidigt höhere Bußgelder

Das Bundesverkehrsministerium hat die geplanten höheren Bußgelder für Raser und Drängler verteidigt. Die Beträge würden in den Bereichen erhöht, wo die Hauptursachen für die schlimmsten Verkehrsunfälle liegen.

"Ich bin davon überzeugt, dass dies im Interesse der überwiegenden Mehrheit der vernünftigen Autofahrer ist", sagte Verkehrsstaatssekretär Jörg Hennerkes der "Sächsischen Zeitung" in Dresden. Diese Mehrheit verhalte sich vernünftig und fahre besonnen. Es gebe aber leider wenige Ausnahmen, die die schlimmsten Unfälle mit Toten und Schwerstverletzten provozierten.

"Wir wollen die Bußgelder vor allem da erhöhen, wo die Hauptursachen für diese Verkehrsunfälle liegen", erklärte der SPD-Politiker. Es seien die Raser, Drängler und häufig auch die Alkohol- und Drogenkonsumenten, die diese schweren Unfälle verursachten. "Da müssen wir ansetzen und harte Strafen verhängen, um die große Mehrheit der Autofahrer zu schützen, die sich vernünftig verhalten und keine Risiken eingehen", sagte Hennerkes.

Die Verkehrsministerkonferenz hatte am Donnerstag in Berlin entschieden, dass der Bußgeldkatalog wieder mehr abschreckende Wirkung entfalten soll. Die Innenministerien der Länder, mit denen das Vorhaben bereits auf der Fachebene abgestimmt ist, sollen dafür sorgen, dass Verkehrsrowdys auch wieder häufiger zur Rechenschaft gezogen werden. Ein Beschluss beider Ministerkonferenzen wird für Frühjahr 2007 angestrebt.

hda/AP

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  • Datum: Samstag 25.11.2006 | 17:14 Uhr
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