Autos 2067: Steile Kurven und Schwerkraft statt Sprit

Von Jürgen Pander

DER SPIEGEL wird heute 60. SPIEGEL ONLINE blickt 60 Jahre in die Zukunft: Autos werden 2067 von der Schwerkraft angetrieben, das Design zerfließt, rassige Kurven sind in – und manche Gefährte werden eher an eine Yacht erinnern.

Autodesigner sind ständig damit beschäftigt, Dinge zu modellieren, die wir in fünf, zehn oder 20 Jahren gut finden sollen. Das ist ihr Job, dafür werden sie ausgebildet. Zum Beispiel in der Hochschule Pforzheim an der Fakultät für Gestaltung, im Studiengang Transportation Design.

Rund 80 Studenten werden dort von den Professoren Lutz Fügener und James Kelly sowie einem runden Dutzend Dozenten aus der Autodesignwelt ausgebildet. Für SPIEGEL ONLINE zeigen einige von ihnen ihre Visionen zu Fahrzeugen in der fernen Zukunft.

Wenn es stimmt, dass die Form der Funktion folgt, dann muss der erste Gedanke bei einem Auto für die ferne Zukunft lauten: Mit welchem Kraftstoff wird es fahren? Denn der Antrieb bestimmt auch die Gestaltung des Karosseriekörpers.

Besonders deutlich wird dies beim Projekt "Gravity", von dem einige Ergebnisse in der Bildergalerie zu sehen sind. Es handelt sich um Rennautos mit Schwerkraftantrieb, vulgo Seifenkisten. Die ebenso strömungsgünstig wie futuristisch und leicht gestalteten Karosserien zeigen, wie der Individualverkehr der Zukunft aussehen könnte. Schließlich wären diese Autos auch mit einem kleinen Elektroantrieb denkbar.

Womöglich sind Autos bis zum Jahr 2067 ganz abgeschafft. Oder nur noch für eine kleine Oberschicht erschwinglich. Oder zu ultraleichten Transport-Kokons geschrumpft, die mit minimalem Energieeinsatz bewegt werden können.

Vielleicht ist bis dahin auch das aus Science-Fiction-Filmen bekannte Beamen bis zur Alltagstauglichkeit ausgereift. Und falls das alles nicht funktioniert und die Erdölquellen tatsächlich erschöpft sind – dann müssen wir eben wieder reiten lernen.

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Die neuesten Beiträge:
01.09.2009 von joe-joe:

Da China große strategische Rohsstoffreserven besitzt und einen Großteil der Akkutechnologie und Fertigung beherrscht, sollte deren Streben nach dem E-Auto besonders im rohstoffarmen Deutschland ein Alarmsignal sein. Zur Zeit [...] mehr...

01.09.2009 von lupenrein:

Zum Hybrid-Antrieb heute Interessantes aus der FTD: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:exportbeschraenkung-rohstoffmangel-bedroht-hybridautos/50003678.html mehr...

17.07.2009 von Dieter 58:

Ja, aber erst dann! Keinen Tag eher! Schließlich ist auch die Ära der Postkutschen zu Ende gegangen. Aber niemand kann sagen, wann das sein wird! mehr...

13.07.2009 von tempus fugit: Ein trockenes Aus!

Das waren/sind Nebelkerzen der Automobilindustrie, denn nur H2 hätte/könnte man die V erbrennertechnologie weiter nutzen. Bei Umstellung auf E-Antrieb wird der grösste Teil der heutigen Anlagen zu Schrott - und bei der [...] mehr...

13.07.2009 von Sergeij:

Moin Moin! Ich kann Deinen Ausführungen voll zustimmen. Die "Wasserstofftechnologie" im Auto ist ein Hoax! Heutzutage wird H2 nahezu ausschließlich per Dampfreformierung aus Erdgas hergestellt, mit einem [...] mehr...

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  • Datum: Donnerstag 04.01.2007 | 13:41 Uhr
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