Berlin - "Der Anteil der Autofahrer, für die sich ein Dieselfahrzeug in Europa kostenmäßig lohnt, wird sich von heute knapp 50 Prozent bis 2020 auf etwa 25 Prozent reduzieren", berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatungen AT Kearney und AVL Consulting. Bislang rechne sich ein Diesel demnach vor allem aufgrund des niedrigeren Verbrauchs schon für Autofahrer, die rund 12.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen. Im Jahr 2020 müsste derselbe Autofahrer laut AT Kearney und AVL mindestens ein Drittel mehr Strecke zurücklegen, um beim Diesel noch auf seine Kosten zu kommen.
Einer der Gründe für diese Entwicklung sei die Klimaschutzdebatte, weshalb die Autokonzerne immer sparsamere und damit umweltfreundlichere Benziner entwickeln müssten. 2020 werde ein Ottomotor nur noch zehn Prozent mehr verbrauchen als ein Diesel. Heute seien es noch 25 bis 30 Prozent mehr.
Hinzu komme, dass beim Diesel zusätzliche Anlagen zur Reinigung des Abgases und Rußfilter eingebaut werden müssen, um den strengeren Umweltauflagen gerecht zu werden. Durch diese Abgasnachbehandlungssysteme werde der Diesel um 800 bis 1500 Euro teurer. Außerdem sorgten dieselben Systeme noch für einen Anstieg des Verbrauchs und wirkten damit dem heute noch stärksten Verkaufsargument des Diesels entgegen.
jjc/AFP
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