Berlin - Ein generelles Alkoholverbot am Steuer sei das Konsequenteste, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings wolle man zunächst Erfahrungen mit den neuen Vorschriften für junge Fahrer abwarten.
Das zum 1. August eingeführte Alkoholverbot gilt für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit sowie für junge Fahrer unter 21 Jahren. Bei Verstößen drohen ihnen Bußgelder bis zu 1000 Euro, Punkte in Flensburg oder eine Verlängerung der Probezeit.
Auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) forderte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee auf, null Promille für den gesamten motorisierten Straßenverkehr einzuführen. Bätzing sagte dazu: "Wenn man sieht, dass die Unfallzahlen bei den jungen Fahranfängern deutlich zurückgehen und man spürt, dass es einen Stimmungswechsel gibt, dann sollte man da noch einmal einen Vorstoß wagen."
Es gehe darum, einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Bätzing äußerte die Erwartung, dass sich das Alkoholverbot für Fahranfänger positiv auf ältere Erwachsene auswirken wird. "Ich gehe davon aus, dass Punkt-Nüchternheit ganz selbstverständlich wird und vielleicht die Gesellschaft insgesamt sich daran noch stärker ein Beispiel nimmt."
hil/Reuters
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