Greiser Gasfuß: Rentner fordert Gewohnheitsrecht für Rasen

Alter schützt vor Torheit nicht. Ein 82-Jähriger fährt am Frankfurter Kreuz 171 Stundenkilometer statt 100 - und protestiert gegen seine Strafe. Begründung: Er fahre an besagter Stelle seit Jahren zu schnell.

Frankfurt am Main - Ein rasender Rentner hat sich am Frankfurter Kreuz vergeblich auf sein Gewohnheitsrecht berufen. Er fahre dort schon seit 1943 so schnell wie er wolle, erklärte der einer Autobahn-Streife der Frankfurter Polizei. Das Tempolimit von 100 Stundenkilometern habe er noch nie bemerkt.

Mit 171 Stundenkilometern lag der Gewohnheitsraser deutlich über dem Limit. Die Strafe: 375 Euro Bußgeld, vier Punkte in Flensburg, drei Monate Fahrverbot.

Ohnehin scheint das Fahrverhalten des rüstigen Rentners über Gewohnheitsrasen hinaus zu gehen: Auch bei seiner weiteren Fahrt habe sich der schnelle Senior nicht sonderlich um die Geschwindigkeitsbegrenzungen gekümmert, berichtet die Polizei.

ssu/dpa

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  • Datum: Montag 17.12.2007 | 14:29 Uhr
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