Bremen/Magdeburg - Seit Mittwoch darf auf Bremer Gebiet nur noch mit maximal 120 Stundenkilometern gefahren werden, wie Bremens Verkehrs- und Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) mitteilte. Loske begründete dies mit der geringeren Stickoxid- und Feinstaubbelastung sowie der Unfallprävention.
Tempolimitschild auf der A27 in Bremen: Entschleunigung im Norden.
Bremen sehe sich als Vorreiter, sagte Loske. Ziel sei es, gemeinsam mit anderen Bundesländern ein generelles Tempolimit auf den Autobahnen in ganz Deutschland durchzusetzen. Loske kündigte Gespräche mit seinen Amtskollegen zu einer entsprechenden Bundesratsinitiative an.
Sachsen-Anhalt gab Loske bereits einen Korb. Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) verwies in Magdeburg darauf, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit auf Autobahnen ohnehin nur bei knapp über 100 Stundenkilometern liege. An gefährlichen Stellen und an Orten mit hoher Lärmbelastung gebe es bereits Geschwindigkeitsbeschränkungen.
Viel drängender sei es, gegen jene Verkehrsrowdys vorzugehen, "die in einer Tempo-30-Zone mit 80 fahren". Die meisten schweren Unfälle passierten in den Städten. Deshalb werde Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Bundesregierung die Aktion "Runter vom Gas" starten.
hil/ddp/dpa
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