Von Marc Pitzke, New York
New York - Wenn Amerikaner über ihre hohen Spritpreise klagen, können die Deutschen nur lachen. Der derzeitige Preis von bis zu vier Dollar pro Gallone entspricht umgerechnet nicht einmal 0,70 Euro pro Liter. Doch im Land der Highways, Freeways und Thruways, der SUVs, Pick-ups und Hummer, ist man so etwas seit der Ölkrise der siebziger Jahre nicht mehr gewohnt.
Am schlimmsten sind die größten Pendlerstaaten betroffen: An der Nordost- und der Westküste ist Benzin am teuersten. Allein im Bundesstaat New York erklärten 86 Prozent der Familien in einer kürzlichen Umfrage, die Spritpreise hätten langsam "ernsthafte" Auswirkungen auf ihren Alltag.
So ändern viele Leute ihre Reisepläne. Auch die Kandidaten im US-Vorwahlkampf stürzen sich freudig auf das neueste Reizthema: Die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner John McCain schlugen einen "Benzinsteuerurlaub" vor - was von Experten (und Barack Obama) sofort als billiger Populismus kritisiert wurde.
Das war und ist nicht das einzige Kuriosum. Die Benzinpreispanik, die in den USA täglich die TV-Nachrichten beschäftigt, treibt inzwischen die wildesten Blüten. SPIEGEL ONLINE hat die bemerkenswertesten davon zusammengestellt.
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