Göteborg/London - Die GM-Tochter Hummer soll laut "Financial Times" auf jeden Fall verkauft werden. Binnen drei Monaten werde die mit dem Verkauf betraute Citibank mögliche Bieter aus Übersee kontaktieren. "Es ist noch sehr früh", zitiert die Zeitung einen Banker, "realistischerweise werden die Käufer erst im August und September angesprochen."
Hummer bei kalifornischem Händler: Angesichts des steigenden Spritpreises brach der Absatz des GM-Trumms massiv ein.
Seitdem der Spritpreis gestiegen ist, verkaufen sich die einstigen Verkaufsrenner Hummer nur noch schleppend. Deshalb schließt GM mehrere Pick-up- und Geländewagen-Fabriken seiner diversen Marken und setzt künftig verstärkt auf Kleinwagen und Crossover-Modelle.
Volvo streicht Stellen, Zukunft ungewiss
Der zum Ford-Konzern gehörende schwedische Autobauer Volvo will 1200 Stellen an zwei heimischen Standorten streichen. Volvo-Chef Fredrik Arp begründete die Maßnahme als "Anpassung an verschlechterte Marktbedingungen". Volvo mit seinem Schwergewicht auf Wagen der gehobenen Klasse hat vor allem mit Absatzproblemen in den USA zu kämpfen.
Nach ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Presseberichten soll Ford mit chinesischen Investoren über einen Kauf der schwedischen Tochter verhandeln. Auch ein russischer Investor sei an der Pkw-Marke interessiert, berichtet die Stockholmer Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" in ihrer Online-Ausgabe. Namen der Interessenten nannte das Blatt nicht.
Ford hatte zu ähnlichen Gerüchten wiederholt erklärt, Volvo stehe nicht zum Verkauf. Der neue Großaktionär Kirk Kerkorian sagte dagegen, er würde es begrüßen, wenn sich Ford von der 1999 gekauften schwedischen Marke trennen würde. Im April hatte Ford bereits die britischen Töchter Jaguar und Land Rover an den indischen Tata-Konzern verkauft.
hil/dpa-afx
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