3,95 Meter lang, inklusive Außenspiegel 1,97 Meter breit und 1,48 Meter hoch - das sind die Maße, in denen Ford-Chef Alan Mulally, Vorstandschef der Ford Motor Company, die Zukunft des Konzerns sieht. Es sind die Außenabmessungen des neuen Kleinwagens Fiesta, der im Oktober zu Preisen ab 11.250 Euro auf den Markt kommen wird und der als erstes Modell die sogenannte "One Ford"-Strategie von Mulally umsetzt. Ziel des Konzepts sei es, Autos zu bauen, die auf allen Kontinenten "Anklang finden", wie es in einer Presseerklärung heißt. Es sei "die Vision des global kooperierenden Konzerns".
Der größte gemeinsame Kundennenner, das ergaben die Ford-Befragungen potentieller Kunden in allen wichtigen Märkten, ist das Design. "Was in London cool ist, kommt mittlerweile auch in Peking gut an", sagt Martin Smith, Designchef von Ford in Europa, der den neuen Fiesta federführend entwarf. Warum es in diesem Fall mit dem Weltauto endlich klappen soll, begründet Entwicklungschef Burela so: "Bislang wurde stets versucht, ein für eine spezielle Region entwickeltes Auto für andere Märkte zu adaptieren. Beim neuen Fiesta war der Ansatz grundsätzlich anders; es kam zu einem völlig neuen Entwicklungsprozess."
Herausgekommen ist ein Auto, das überall auf der Welt aus den gleichen technischen Komponenten bestehen wird, dass sich im Aussehen von Markt zu Markt minimal unterscheiden kann und das natürlich stets so ausgestattet wird, dass die Vorlieben der jeweiligen Käufergruppe in der Region berücksichtigt werden. Einziges Unterscheidungsmerkmal - was das Fahren betrifft - wird die Abstimmung des Wagens sein: In Europa eher straff und sportlich, in Asien und Nordamerika eher weich und komfortabel.
Im neuen Fiesta stecken zahlreiche Neuerungen. Das ganze Auto beispielsweise wurde um 40 Kilogramm leichter als das Vorgängermodell - obwohl zehn Kilogramm an neuer Geräuschisolierung und zusätzlicher Sicherheitsausstattung dazukamen, darunter ein serienmäßig installierter Knie-Airbag für den Fahrer. Darüber hinaus kommt eine überarbeitete elektrische Servolenkung zum Einsatz, der Kofferraum schluckt nun 295 Liter und es gibt den Wagen auch in einer Sparversion namens Econetic. Das Auto tritt mit einem 1,6-Liter-Dieselmotor mit 90 PS an, der im Mittel lediglich 99 Gramm CO2 je Kilometer ausstößt.
Auch der Topmotor bleibt unter 140 Gramm CO2
Insgesamt stellt Ford für den neuen Fiesta vier Benzin- sowie einen Dieselmotor zur Wahl; das Leistungsspektrum des Motoren-Quintetts reicht von 60 bis 120 PS. Topvariante ist ein neuer 1,6-Liter-Benzinmotor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h erlaubt und im Schnitt 5,9 Liter Benzin verbrauchen soll, was einem CO2-Ausstoß von 139 Gramm entspricht.
Gebaut wird der neue Fiesta zunächst in den Werken in Köln, Valencia und im chinesischen Nanjing China. Ab 2010 soll der Wagen dann auch in Südafrika, Australien, Nordamerika und weiteren asiatischen Märkten angeboten werden. Wenn die Ergebnisse der Marktforschung sich im realen Kaufverhalten widerspiegeln werden, dürfte das neue Modell die Erfolgsgeschichte der Fiesta-Baureihe fortsetzen. Seit der Premiere 1976 verkaufte Ford mehr als zwölf Millionen Exemplare des Modells. Die nunmehr siebte Generation soll da noch ein paar Millionen drauflegen.
jüp
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