Bergisch Gladbach - In Norddeutschland verunglücken deutlich mehr Kinder im Straßenverkehr als im Süden des Landes. Das zeigt der neue Kinderunfallatlas der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Am gefährlichsten leben Kinder demnach in Hannover. In der Zeit von 2003 bis 2005 kamen dort 3,9 Unfälle auf 1000 Kinder, wie die Behörde am Mittwoch in Bergisch Gladbach mitteilte. Dahinter folgt Bremen mit 3,72 verunglückten Kinder. Düsseldorf steht an dritter Stelle - dort betrug die Unfallquote (3,69). Am besten schnitt Leipzig mit 2,73 Unfällen je 1000 Kinder ab, gefolgt von München (2,74) und Nürnberg (2,81). Die Ursachen für die unterschiedlichen Werte wurden nicht untersucht.
Achtung: Dieses Verkehrszeichen warnt vor Kindern im Straßenverkehr
Als Fußgänger verunglücken Kinder in Nordrhein-Westfalen am häufigsten. Essen liegt hier unter den deutschen Großstädten an der Spitze. Dies habe auch damit zu tun, dass Kinder in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet öfter zu Fuß unterwegs seien, erklärte Neumann- Opitz. In den ländlichen Gebieten Bayerns ist der Nachwuchs dagegen als Mitfahrer in Autos besonders gefährdet. Für die Untersuchung wurden die polizeilichen Unfallstatistiken ausgewertet.
rom/dpa
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