US-Staatskarossen: Vom Pferdefuhrwerk zur rollenden Festung

Von Stefan Robert Weißenborn

Ex-Kavallerist Teddy Roosevelt hasste Autos, Kennedys Wagen wurde aufwendig gepanzert - allerdings zu spät. Jede US-Präsidentenlimousine hat eine eigene Geschichte, viele der Karossen stehen im Museum. SPIEGEL ONLINE zeigt die interessantesten Fahrzeuge.

Wenn der US-Präsident heutzutage auf Reisen geht, steht absolute Sicherheit im Vordergrund. Seine Staatskarosse, der "Cadillac One", gilt als einer der bestgeschützten Aufenthaltsorte überhaupt. Spätestens seit dem 11. September 2001 erscheint es unvorstellbar, dass Herren im Weißen Haus zu Staatsbesuchen oder bei Paraden früher nicht in einer rollenden Festung daherkamen.

Präsident John F. Kennedy wurde Opfer eines Attentates, weil sein Lincoln schlicht kein Dach hatte und freie Schussbahn bot. Als Show-bewusster erster Medienpräsident der USA soll JFK gar Sicherheitsempfehlungen des Secret Service in den Wind geschlagen haben.

Zwar gab es nach Kennedy nie wieder eine "Presidential Limousine" ohne Dach und unterarmdicken Titaniumkörper. Aber noch Reagan ließ sich in den Siebzigern eine Öffnung ins Dach sägen, um stehend, winkend und grinsend das Bad in der Menge genießen zu können. Heute sind die Fenster der Paradeautos blickdicht und gehen nicht auf. Und wer die Türen öffnen möchte, muss wissen, wie man den geheimen Mechanismus bedient.

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  • Datum: Sonntag 28.09.2008 | 10:13 Uhr
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