Ferrari Scuderia Spider 16M: Das Auto zum Titel

Die Fahrerweltmeisterschaft in der Formel 1 ging in diesem Jahr zwar an Mercedes - doch Ferrari feiert trotzdem: nämlich den 16. Konstrukteurs-Titel . Aus diesem Anlass wurde auch gleich eine Sportwagen-Sonderserie aufgelegt - die praktisch schon vergriffen ist.

Wer in diesen Tagen eine Viertelmillion Euro anlegen möchte und das Geld nicht unbedingt einer Bank anvertrauen möchte, könnte auch über diese Alternative nachdenken: Ferrari bietet, um den 16. Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft in der Formel 1 zu feiern, eine auf 499 Exemplare limitierte Sonderserie des Supersportwagens Scuderia Spider an. Exakt 255.350 Euro kostet das Auto, doch eigentlich ist es schon zu spät. Denn aus der deutschen Ferrari-Zentrale in Wiesbaden ist zu hören, dass die rund 40 für Deutschland vorgesehenen Autos quasi schon vergeben sind. "Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich", sagt eine Sprecherin.

Wer einen ergattert, darf sich demnächst - die Auslieferung wird erst im Frühling beginnen - über den radikalsten offenen Ferrari der bisherigen Firmengeschichte freuen. Angeblich wurde das Auto auf der hauseigenen Rennstrecke in Fiorano mit Zeiten gestoppt, die bislang noch von keinem straßenzugelassenen Spider erreicht wurden. In 3,7 Sekunden pfeilt das Auto von 0 auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 315 km/h und als Durchschnittsverbrauch muss man laut Ferrari mit 15,7 Liter je 100 Kilometer kalkulieren, was 360 Gramm CO2 je Kilometer entspricht.

Wer auf diesen Verbrauchswert kommt, muss die Vollgas-Granate allerdings ähnlich fahren wie einen Stadtbus. Kurzum: Dies ist ein Auto des Übermaßes, des Überschwangs - und der Übertreibung. Gegenüber dem Basismodell, dem F 430 Spider, wurde die Variante 16M um 80 Kilogramm abgespeckt. Fahrfertig wiegt das Auto 1440 Kilogramm, und weil der 4,3-Liter-V8-Saugmotor auf eine Leistung von 510 PS kommt, bekommt es jede Pferdestärke mit lediglich 2,6 Kilogramm zu tun. Zum Vergleich: Beim Porsche 911 Turbo liegt dieser Wert bei 3,3 Kilogramm.

Silberplakette auf dem Armaturenbrett

Der limitierte Mittelmotor-Sportwagen hebt durch mehrere Details von den anderen Spider-Modellen ab. So gib es zwei unterschiedliche Varianten der Karosseriestreifen - entweder eine graue Linie, oder ein Streifen in den Farben der italienischen Nationalfahne. Im hinteren Kühlergrill sitzt eine Plakette, die auf den 16. Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft hinweist, auf dem Armaturenbrett sitzt ein Silbertäfelchen mit einer Gravur, die an die Limitierte Serie erinnert, die Überrollbügel tragen eine Karbonschale und an die Musikanlage kann ein für Ferrari personalisierter iPod mit 16 GB Speicherplatz angeschlossen werden.

Zu den technischen Höhepunkten des Autos zählen das elektrohydraulische, sequenzielle Sechsgang-Getriebe, das Fahrwerk mit Titanschrauben und elektronisch gesteuerten Stoßdämpfern, die Scheibenbremsen aus Karbon-Keramik, das elektronische Differnezial, die per Lenkradschalter - genannt Manettino - verstellbare Fahrzeugcharakteristik und die filigranen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Mischbereifung. Die Latte liegt also hoch. Nicht so sehr für Konkurrenzfabrikate, sondern für Ferrari selbst - für den Fall, dass die Marke mal wieder den Formel-1-Fahrertitel holt.

jüp

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  • Datum: Freitag 28.11.2008 | 13:21 Uhr
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