Detroit - Der von Finanznöten geplagte US-Autobauer General Motors (GM) will sich nach eigenen Angaben von mehr als 200 historischen Fahrzeugmodellen trennen. Die Autos sollen von Sonntag an in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona versteigert werden. Das teilte das GM Heritage Center am Mittwoch in Sterling Heights im Bundesstaat Michigan mit.
Der angeschlagene Autobauer erhofft sich von der Versteigerung durch das auf historische Fahrzeuge spezialisierte Auktionshaus Barrett-Jackson einen Erlös von rund fünf Millionen Dollar (rund 3,7 Millionen Euro). Insgesamt umfasst die Kollektion des Konzerns rund 1000 Wagen.
Unter den angebotenen Autos ist auch der 1998 für den mittlerweile verstorbenen Papst Johannes Paul II. gebaute weiße Cadillac mit aufklappbarem Verdeck. Das Vehikel verfügt unter anderem über einen thronartigen Sitz, der per Knopfdruck und Hydraulik hochgefahren und abgesenkt werden kann. Allerdings hat ihn das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche nie genutzt, weil es den Sicherheitskräften des Vatikans nicht sicher genug erschien. Zum Verkauf steht außerdem eine Limousine, die in mehreren Filmen über US-Präsidenten eine wichtige Rolle spielte, darunter in "Hallo, Mr. President" mit Michael Douglas und Annette Bening.
General Motors kämpft derzeit um seine Zukunft. Bereits Ende 2008 hatte der Autobauer vier seiner sieben Firmen-Jets ausgemustert. Um die Kosten weiter zu senken, wurden die Betriebsferien verlängert und Produktionsstätten zeitweise stillgelegt - auch bei der deutschen GM-Tochter Opel im Stammwerk Rüsselsheim. Außerdem kürzte der Konzern die Manager-Gehälter. Europa-Chef Carl-Peter Forster kündigte im November an, sämtliche Zulagen wie etwa Bonuszahlungen und Prämien für 14 Monate einzufrieren. Ein Überbrückungskredit der US-Regierung in Höhe von rund 13,4 Milliarden Dollar soll das Unternehmen vor einer Pleite bewahren.
rom/AFP
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