Zusammengestellt von Andrea Jonischkies
Ich muss gestehen: Wenn ich von Abwrackprämien höre, fallen mir zuerst Bankmanager und Anreize zu Neuwahlen ein. An mir und meinem alten Porsche jedenfalls zielt die Abwrackprämie vorbei. Ich habe ihn mir nach langem Suchen sehr bewusst gekauft. Ich wollte Individualität und keinen verwechselbaren Klon, der mich von A nach B bringt.
Porsche 924S, Baujahr 1987: "Ein Bekenntnis zum bewussten Autofahren"
Er hat eine Form, an der ich mich nicht satt sehen kann. Und bietet einen Fahrspaß, den ich in den Mietwagen, die ich hin und wieder fahre, nicht wiederfinde. Er ist ein Bekenntnis zum bewussten Autofahren. Und zum Auto als Design- und Ingenieurskunst. So wie Künstler aus minimalistischen Erwägungen schwarze Kleidung tragen, so fahre ich als Elektroingenieur ganz bewusst einen Youngtimer, der mir ein möglichst unverfälschtes Fahrerlebnis bietet. Nur so erhalte ich mir meine persönliche Idee und Vision vom Autofahren.
Strong Buy statt goodbye
Wenn der Staat etwas für die Automobilindustrie tun will, dann sollte er unsere Großstädte beim Aufbau von Ladestationen für Elektroautos unterstützen. Der Effekt für die Umwelt wäre x-mal größer als jede Umweltzone. Mit den unvorhersehbaren Fahrverboten für fast neuwertige Dieselfahrzeuge in Umweltzonen, mit Ausnahmegenehmigungen für die Polizeistreifen, die die Umweltzone kontrollieren, und mit den Plänen für die Einführung aggressiver Ethanolbenzine hat der Staat eine Vertrauenskrise unter potentiellen Neuwagenkunden ausgelöst, die er nun mit Maßnahmen wie der Abwrackprämien heilen will. Es wäre am besten, wenn er sich einfach heraushalten würde.
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