Leipzig - Der Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Helmut Blümer, sagte der "Leipziger Volkszeitung", in der Branche werde eine Stichtagsregelung bei der Abwrackprämie diskutiert. "Damit wollen wir für die Kunden bei mehrmonatigen Lieferzeiten mehr Sicherheit schaffen und Hektik aus dem Markt nehmen." Als Stichtag schlägt der Zentralverband den 30. Juni oder den 31. Juli vor.
Autopresse: Fahrzeugverschrottung bei einem Demontagebetrieb in Niedersachsen
Die Bundesregierung stellt für die Abwrackprämie insgesamt 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Mitteltopf reicht somit maximal für 600.000 Autos. Die Anträge der Neuwagenkäufer werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet - wer lange auf sein neues Auto warten muss, könnte also leer ausgehen.
Auch der ADAC setzt sich für eine Nachbesserung der Regelung ein. "Es ist schwer nachvollziehbar, warum die Bundesregierung den Fördertopf für die Abwrackprämie nicht aufstocken will. Immerhin verdient der Staat an jedem verkauften Fahrzeug über die Mehrwertsteuer mit. Eine Deckelung ergibt daher keinen Sinn", sagte Peter Meyer, Präsident des ADAC, der "Rheinischen Post".
Zudem sei es nicht hinnehmbar, dass ein Käufer befürchten muss, etwa aufgrund längerer Lieferzeiten nicht mehr in den Genuss der Prämie zu kommen. "Damit wird der Autokauf zum Lotteriespiel", so Meyer. Deshalb fordert der ADAC eine "verbindliche Zusage der Bundesregierung, die bisher vorgesehene Fördersumme von 1,5 Milliarden Euro notfalls zu erhöhen".
Bislang sind rund 34.000 Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen.
rom/AFP/dpa-AFX
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Auto | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH