Von Roman Büttner

Die Offroad-Dinos der Marke Hummer sind exemplarisch für die paradoxe Existenz von Geländewagen im Alltag. Ursprünglich wurde das Schlachtschiff von einer Firma namens AM General als Militärfahrzeug konzipiert. Die US-Army setzt das sogenannte HMMWV - oder auch Humvee - seit 1985 ein. In der Öffentlichkeit wurde der Offroader durch die umfangreiche Golfkriegs-Berichterstattung bekannt, so dass der Hersteller 1992 eine zivile Version des Autos auf den Markt brachte: den Hummer. Um das Dickschiff besser zu vermarkten, schloss AM General 1999 eine Allianz mit GM.
Der bis zu 3,5 Tonnen schwere und bis zu 300 PS starke H1 verlangt gerne an die 30 Liter auf 100 Kilometer. Trotzdem avancierte der H1 besonders bei den Stars in Hollywood schnell zur Design-Ikone. Bevor der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger zum grünen Politiker wurde, mochte er es privat martialisch: Arnie bekam als erster Zivilist einen Hummer H1.
Zum neuen GM-Image passt der Hummer allerdings nicht mehr. Mittlerweile hat der Konzern die Marke eingestellt.
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