Frankfurt/Main - Zum langen Osterwochenende verlangen die Tankstellenkonzerne nach Einschätzung von Autoclubs deutlich zu viel für Benzin und Diesel. "Die Preise sind überhöht", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel am Donnerstag. Zwar seien die Ölpreise leicht gestiegen. Die Erhöhungen beim Sprit seien aber nicht gerechtfertigt. "Unserer Meinung nach hängt das ganz klar mit Ostern zusammen", sagte Hölzel.
Tankstelle: Ein Liter Superbenzin kostet im Schnitt 1,27 Euro, für Diesel sind 1,09 Euro fällig
Der Auto Club Europa (ACE) bezweifelte diese Begründung. "Die neuen Preise haben absolut keine Grundlage, denn die Konzerne sind meist gar nicht auf den Großmarkt angewiesen, sondern haben langfristige Lieferverträge. Sie nehmen eben jeden Cent mit, den sie kriegen können", sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner der "Bild"-Zeitung.
Der ACE-Sprecher forderte das Kartellamt auf, den Tankstellenmarkt zu kontrollieren. "Das Amt muss endlich klären, ob es verbotene Preisabsprachen gibt. Im vergangenen Jahr wurde den Verbrauchern eine Marktüberprüfung versprochen, aber Ergebnisse stehen bis heute aus", sagte Hillgärtner. Wenn es möglich sei, den Strom- und Gasversorgern auf die Finger zu klopfen, müsse das auch bei den Mineralölkonzernen machbar sein.
rom/AP/dpa
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