Von Tom Hillenbrand
Hamburg/Stuttgart - Elon Musk kann Hilfe gebrauchen: Der Dotcom-Millionär und Chef des kalifornischen Stromer-Startups Tesla Motors verantwortet zwar eine der derzeit wohl coolsten Automarken des Planeten - doch die Produktion seiner Stromflitzer läuft schleppend und das Geld wird langsam knapp. Tesla hat bereits Staatskredite beantragt.
Jetzt bekommt Musk einen Partner mit ziemlich breiten Schultern. Die Daimler AG übernimmt für einen zweistelligen Millionenbetrag zehn Prozent an Tesla. Diese Partnerschaft sei "ein wichtiger Schritt, um die weltweite Kommerzialisierung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen", sagte Entwicklungschef Thomas Weber am Dienstag in Stuttgart.
Tatsächlich hat die Ein-Modell-Firma aus San Carlos gleich mehrere Dinge, die für Daimler interessant sein dürften. Da sind erstens die im Tesla Roadster verwendeten Akkublöcke. Die Stuttgarter haben zwar gemeinsam mit dem Mischkonzern Evonik eine eigene Firma zur Produktion von Lithium-Ionen-Stromspeichern gegründet, sind aber frühestens 2012 soweit.
Deshalb wird Tesla den Schwaben für eine 1000 Autos umfassende Kleinserie des Elektro-Smarts Akkus liefern. Die Fahrzeuge sollen ab Ende 2009 produziert und in mehreren Feldversuchen erprobt werden.
Tesla ist zudem eines der wenigen Unternehmen weltweit, das bereits umfassende Erfahrungen mit der Produktion und Wartung von Elektroautos gesammelt hat. Auch dieses Know-how dürfte Daimler interessieren. Die Stuttgarter bekommen nach Angaben vom Dienstag einen Sitz im Tesla-Aufsichtsrat.
Der Akku ist der neue Motor
Daimler setzt langfristig auf eigene Akkus; die Stuttgarter gehen davon aus, dass die Stromspeicher im Automobil der Zukunft eine Kerntechnologie sind. Wenn die Daimler-Tochter Deutsche Accumotive ab 2012 eigene Batterien produziert, könnten diese nach derzeitiger Planung auch in Tesla-Modellen eingesetzt werden.
Interessant sei für Tesla "die von Daimler speziell für den Einsatz im Automobil konzipierte Lithium-Ionen-Batterie mit Flachzellen", sagte Musk. Die Kooperation mit Daimler könne den Marktstart der ersten Tesla-Limousine Model S beschleunigen.
Neben dem Austausch von Komponenten und Know-how dürfte für Daimler auch der Imageeffekt willkommen sein. Vorstand Weber sagte, Tesla gehe mitunter "unkonventionelle Wege" und habe in den vergangenen Monaten einen enormen Medienhype erzeugt und das Interesse an Elektroautos erheblich gefördert.
Mit dem innovativen Stromerpionier aus Kalifornien identifiziert zu werden, dürfte den Schwaben ganz recht sein - denn ein bisschen mehr Coolness könnte die Marke Mercedes sicherlich gut gebrauchen.
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Ziemlich genau 8,2 Liter auf 100 Kilometer brauche ich bei etwa Richtgeschwindigkeit - dazu muß aber die Verkehrsdichte eher niedrig sein. Auf Landstraßen mit den häufigen Tempolimits von 70 oder gar 50 komme ich damit nicht [...] mehr...
Jetzt fehlen aber noch die dazu gehörenden Geschwindigkeiten. Es ging ja um die "Gängelung" durch ein Tempolimit auf Autobahmen bei hohen Geschwindigkeiten und den dann überproportional ansteigenden Spritverbrauch. mehr...
Nur ein Beispiel: Wenn ich sparsam fahre, verbraucht mein oller Nissan ca. 8,2 Liter auf 100 km, fahr ich zügig, dann sind es gut 9. Wenn ich "rase" werden es gute 11 - mit Wohnwagen am Haken immer 13 Liter auf 100 [...] mehr...
Steckdosen für Alle...? Die einzige Möglichkeit die Faktoren Kosten - Nutzen in ein vernünftiges Verhältnis zu bringen besteht in einem "ganzheitlichen" öffentlich - privaten Mobilitätskonzept, das den Menschen [...] mehr...
Nein, Sie hatten nicht darauf hingewiesen, sondern das erst auf Nachfrage, wo denn die Zahlen herkommen. Sinnlose Zahlen -> Nachfrage -> Aussage "nicht konkret aber auch nicht ausgedacht", immerhin mit Link, [...] mehr...
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