Hamburg/Washington - Insgesamt 345 Roadster muss Tesla zurückrufen. Grund ist eine Verschraubung an der Hinterachse, die sich offenbar lockern kann. Im Extremfall könnte das zum Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug führen.
Nach Angaben des kalifornischen Unternehmens sind auch Autos des Sportwagenherstellers Lotus von dem Problem betroffen - Teslas Modell basiert auf dem Lotus Elise und wird im gleichen Werk gefertigt.
Bislang hat Tesla etwa 500 Roadster ausgeliefert, viele Kunden warten derzeit noch auf ihre bereits vorbestellten Fahrzeuge. Der von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA veranlasste Rückruf betrifft damit 69 Prozent der gesamten Flotte.
Der schnittige Tesla Roadster gilt als das erste Serien-Elektroauto, das nicht nur für umweltbewusste Käufer attraktiv ist. Der Zweisitzer erreicht Tempo 100 nach weniger als vier Sekunden und fährt mehr als 200 km/h. Erst kürzlich hatte sich der Daimler-Konzern mit 10 Prozent bei Tesla eingekauft.
Der Rückruf ist ein schwerer Schlag für den noch jungen US-Autobauer. Da das Unternehmen kaum Erfahrung mit der Großserienfertigung von Pkw hat, ist die Produktion 2008 erst nach einigen Verzögerungen angelaufen.
Zudem versucht die Firma derzeit, von der US-Regierung Kredite zu erhalten, um die für 2011 angekündigte Limousine Model S bauen zu können. Zu Teslas Investoren gehören zahlreiche Silicon-Valley-Bekanntheiten, darunter die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page.
hil/AP
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