Alkoholkontrolle: Priester macht Abendmahl für Schwips verantwortlich

Die Entschuldigung war gut - aber nicht gut genug: Die italienische Polizei hat einem beschwipsten Priester den Führerschein entzogen. Dabei hatte der Geistliche gesagt, er habe nur aus beruflichen Gründen getrunken.

Rom - Bei Alkohol am Steuer kennen italienische Polizisten kein Erbarmen, auch wenn der Sünder ein Gottesmann ist und seine Fahne angeblich vom Messwein herrührt. Ein 41-jähriger Priester versuchte vergeblich, bei einer Kontrolle zwischen Mailand und Turin die Beamten davon zu überzeugen, dass sein erhöhter Blutalkoholwert einen beruflichen Grund habe, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Samstag meldete: Denn er komme von einem Gottesdienst mit Abendmahl.

Dennoch hätten die Polizisten seinen Führerschein einkassiert. Der Priester wolle gegen die Entscheidung vorgehen, weil er den Wein nicht freiwillig getrunken habe, sondern in Ausübung seines Amtes. Er habe 0,8 Promille im Blut gehabt. Erlaubt sind in Italien aber nur 0,5 Promille.

jul/AFP

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  • Datum: Sonntag 28.06.2009 | 13:28 Uhr
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