Hamburg/München - Reifenhändler befürchten nach dem Verkaufsboom bei Kleinwagen Engpässe bei entsprechenden Winterreifen. "Die Formate 14, 15 und 16 Zoll standen in den Jahren zuvor eben weniger im Fokus", sagte Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) der "Automobilwoche".
So könnte es im Falle massiver Kälteeinbrüche bei der Umrüstung kompakter Fahrzeuge mit eher kleinen Reifen zu Lieferschwierigkeiten kommen. Allgemein aber zeichnet sich nach seinen Worten in diesem Jahr bei der "Verfügbarkeit von Winterreifen kein generelles Problem" ab.
"Zum Ende des Monats September haben uns die maßgeblichen Hersteller gegenüber 2008 eine um 27 Prozent höhere Auslieferung von Winterreifen an die Händler gemeldet", wurde Drechsler weiter zitiert. Nach einer Analyse des Bonner Branchenverbands hoffen inzwischen viele Reifenproduzenten, ihre erheblichen Absatzrückgänge bei der Erstausrüstung von Fahrzeugen nun mit dem Verkauf von Winterreifen teilweise kompensieren zu können.
Wie das Magazin weiter meldete, stieg die Zahl der Händlerinsolvenzen von Januar bis Juli 2009 ungeachtet des von der Abwrackprämie ausgelösten Booms deutlich. In diesem Zeitraum meldeten insgesamt 788 Kfz-Handels- und Servicebetriebe Insolvenz an, das waren 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die "Automobilwoche" unter Berufung auf Angaben des Statistischen Bundesamts berichtete.
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