Von Tom Grünweg
Manche Entwickler sind genervt. Sie ringen bei neuen Automodellen um jedes Kilogramm Gewicht und um jeden Tropfen Sprit, damit die Verbrauchswerte im Normzyklus nach unten gehen. Doch kaum sind die Innovationen im Alltag auf der Straße unterwegs, ist das Sparpotential dahin. Das hat fast nie mit der Technik zu tun, sondern fast immer mit dem Menschen, der Lenkrad und Pedale bedient.
Audi-Ingenieur Andreas Metzmaier sagt: "Wir könnten das Auto neu erfinden, noch so viel Gewicht sparen und noch so effiziente Motoren einbauen - so lange der Fahrer nicht mitspielt, hinkt die Verbrauchseinsparung immer hinterher." Bis zu 30 Prozent Verbrauchsunterschied können auf derselben Strecke mit demselben Auto zwischen dem sparsamsten und dem verschwenderischsten Autofahrer liegen, haben die Entwickler bei Testfahrten beobachtet.
Um an diesem Punkt anzusetzen, arbeitet die Industrie an neuen Informationssystemen und Anzeigeelementen. Hübsche Grafiken und nette Ideen sollen helfen, notorische Bleifüße zu kurieren und den Fahrer zur Sparsamkeit zu erziehen. Zu diesem Zweck werden allerlei Register gezogen. Vorausschauende Navigationssysteme konditionieren den Wagen künftig für Steigungs- oder Gefällestrecken, intelligente Routenplaner suchen neben dem schnellsten oder kürzesten auch den wirtschaftlichsten Weg ans Ziel, und ein virtueller Trainer aus dem Handschuhfach meldet sich etwa bei der "Mission Control" der BMW-Marke Mini immer dann zu Wort, wenn der Fahrer über die Stränge schlägt.
Die vorerst größte Bedeutung bei der Erziehung zum Spar-Fahrer kommt dem Cockpit zu. Dort gibt es - neben der inzwischen bei vielen Modellen etablierten Schaltanzeige - nun auch virtuelle Verbrauchswettfahrten, situationsgerechte Spartipps und als Belohnung für ökologisch korrekten Fahrstil botanischen Wildwuchs, der in den Pixelgärten sprießt.
Wer alle Hinweise ignoriert, fährt so wie eh und je und wird am Verbrauch keine Änderung feststellen. Wer jedoch dem Rat der Elektronik folgt, kann nach Einschätzung der Entwickler problemlos zehn bis zwanzig Prozent Sprit sparen. SPIEGEL ONLINE hat daher die besten zehn Öko-Instrumente aus den Cockpits aktueller Autos zusammengetragen.
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Wenn ich sehe wie Verkehrsteilnehmer mit ihrem Navigator während der Fahrt beschäftigt sind und sich mit riesigen Displays die Sicht versperren frag ich mich wo da noch Zeit bleibt auf das Armaturenbrett zu schauen ?!? Lenken [...] mehr...
statt bunter Anzeigen im Cockpit, einfach serienmäßig Doppelkupplungsgetriebe DSG einzubauen, das würde sofort Sprit sparen, weil DSG selbst hochschaltet, während die meisten Autos vor allem in der Stadt immer noch aus [...] mehr...
es geht nur um den Verbrauch, denn dafür zahle ich und moderne Autos sind eh sauber genug, insbesondere solange LKW und selbst Stadtbusse immer noch ohne Filter umherfahren. mehr...
das Tempolimit auf der Autobahn nützt gar nichts, wenn die Leute dann bei 120 km/h im vierten Gang herumschleichen. mehr...
Tempolimits sind bei uns zum Glück nur aus Sichereitsgründen erlaubt und nicht aus Gründen der Erziehung zum Spritsparen. Dazu gibt es auch keinen Grund, jeder so soviel Sprit verbrennen dürfen, wie er bezahlen kann, basta. mehr...
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