Von Holger Dambeck
Puristen werden es lächerlich finden, aber Fahrräder sind für manchen längst Teil der Selbstinszenierung. Zeige mir dein Fahrrad, ich sage dir, wer du bist. Den Anfang haben die Rennradfahrer und Mountainbiker gemacht. Sie fokussierten sich vor allem auf die Technik: Karbonrahmen, ultraleichte Felgen, High-End-Gruppen - die Aufrüstung auf der Straße und im Gelände ist unübersehbar.
Doch auch mancher Radler, der eigentlich nur von A nach B fahren will, ohne sich mit Rahmensteifigkeit und anaeroben Zonen zu beschäftigen, entdeckt das Fahrrad als Statussymbol. Dabei mischen die Hersteller natürlich kräftig mit. Für 2010 haben sie zwar das Rad nicht völlig neu erfunden - aber bestehende Konzepte und Designs auf spannende Weise weiterentwickelt und miteinander kombiniert.
Ein wichtiger Trend, vor allem in der Stadt, bleiben die sogenannten Fixies - eine vom Bahnradsport kommende Konstruktion. Diese Räder haben nur einen einzigen Gang und zudem keinen Freilauf. Die ganz Verrückten verzichten sogar auf Bremsen. Davon muss jedoch dringend abgeraten werden. Radkuriere schätzen Fixies, weil der Verschleiß gering ist, aber natürlich auch, weil das reduzierte Design einfach cool aussieht.
Dominant ist auch der Retro-Trend. Manches Gefährt kommt einem vor, als hätte es die vergangenen 50 Jahre im Firmenmuseum gestanden. Nur der Nabendynamo oder eine raffinierte Schaltung verraten, dass es sich um ein modernes Fahrrad handelt.
Mit welchem neuen Rad können Sie 2010 eine gute Figur machen? Hier geht's zu zehn Modellen, mit denen Sie garantiert auffallen:
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