Von Tom Grünweg
Eigentlich war es nur eine Schnapsidee von einigen Werbeleuten der Agentur BBDO: Bei Dreharbeiten in Südafrika, so erzählt ein Daimler-Mann, sei denn Werbern beim Feierabendbier eine Parallele zwischen Lamborghini, Porsche, Ferrari und Smart aufgefallen - die Anzahl der Sitzgelegenheiten. Und weil der Gastgeber des Filmteams ein solventer PS-Fanatiker mit außerordentlichem Fuhrpark war, ging die Crew flugs in dessen Garage und hatte nach ein paar Überstunden einen netten kleinen Spot im Kasten.
"Ist es nicht erstaunlich, dass Traumwagen immer Zweisitzer sind?" fragt eine sonore Stimme, während die Kamera an einem Lamborghini Gallardo, einem Porsche Carrera GT und einem Ferrari Enzo vorbei fährt, um am Ende einen Smart zu zeigen. Als Smart-Hersteller Daimler den Spot später zu sehen bekam, griffen die schwäbischen Marketingleute zu und stellten das Filmchen ins Netz.
Hübsch gemacht, kurz gelacht, und dann weiter mit der nächsten Reklameidee? Diesmal nicht. Während Lamborghini und Porsche über den listigen Vergleich schmunzeln, nahm Ferrari die Rolle der verschnupften Diva ein. Eine wütende Protestnote aus Maranello traf in Stuttgart ein. Ferraris Advokaten pochten auf den Schutz der Markenrechte und forderten eine sofortigen Werbestopp
Kenner der Szene sind nicht überrascht. Wann immer es um das legendäre "cavallino rampante", also das Logo mit dem springenden Pferd geht, verstehen die Ferrari-Verantwortlichen keinen Spaß. Dass Ferrari einstmals sogar der Stadt Stuttgart das Pferd im Stadtwappen streitig machen wollte, ist wohl eine Legende . Doch andere Zwiste sind aktenkundig: Zum Beispiel der Rechtsstreit mit einem Fan, der mit viel handwerklichem Geschick, Geduld und Gebrauchtteilen einen Ferrari nachgebaut hatte. Oder der Händel mit einem Juwelier, der einen diamantenen Gaul anbieten wollte.
Ferrari stand für ein Gespräch in Sachen Smart-Werbefilm nicht zur Verfügung; man wolle das nicht kommentieren, so eine Sprecherin. Marc Langenbrinck, der Chef von Smart freut sich über die unerhoffte PR-Schützenhilfe aus dem Süden. "Natürlich ziehen wir den Spot umgehend zurück", sagte der Markenchef SPIEGEL ONLINE. Es ist nicht mehr als eine Geste, denn wie soll etwas verschwinden, das seit Wochen im Internet steht? "Andere mühen sich Jahrzehnte um die Akzeptanz in diesem Segment, und wir werden offenbar über Nacht ernst genommen in der Liga der Supersportwagen", spöttelt Langenbrinck. "Dafür nehmen wir gerne einen Werbespot vom Sender."
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und diesem Filmchen etwas mindestens genau so Gutes entgegensetzen. Man erinnere sich doch nur an den Kreativen-Wettstreit zwischen der Bahn und Fiat mit dem Panda - davon haben sowohl Fiat als auch die Bahn profitiert. Aber [...] mehr...
die Stimme jagt mir Katzen mit ausgefahrenen Krallen den Rücken rauf und runter. Die Autos kommen für mich fantastisch rüber. Den Smart würde ich vielleicht als Stadt-Auto fahren. Für die 13 km bis zur Stadtgrenze benutze ich [...] mehr...
Na ja..gibt noch den: Fehler in allen Teilen.. Ich finde die Werbung einfach lächerlich... Traumwagen Smart?..ich glaube ich spinne. Handelt sich möglicherweise um einen bösen Alptraum.. quasi Rollator mit Motor..oder [...] mehr...
Ich kenne aus meinen eigenen Fiat-Tagen (erst der 'echte' 500er, dann ein 127 Sport) noch die Variante Fährt Immer Alle Tage weil _meine_ nie eine Panne hatten... mehr...
denke auch, daß ferrari wegen schumacher beleidigt ist. und zwar inklusive oberboss persönlich. der schuss ging leider nach hinten los! aber mal sehen, ob schumi mit dem mercedes was auf die beine stellt, oder ob ferrari mit [...] mehr...
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