Von Tom Grünweg
Fiat feiert das Comeback des Uno. Allerdings nicht in Europa, hier ist die Marke mit den kleinen Typen Panda, Punto und 500 ja gut bestückt. Doch in Brasilien, wo der italienische Hersteller den Markt dominiert, ging die Geschichte des Uno, der 1993 in Europa eingestellt wurde, einfach weiter. Und jetzt startet gar eine Neuauflage des Klassikers. Damit, so interpretieren es südamerikanischen Medien, will der Platzhirsch aus Italien das Revier verteidigen, das ihm der Renault Sandero (in unseren Breiten als Dacia Sandero bekannt) mehr und mehr streitig macht.
Der neue Fiat Uno hat mit dem kantigen Look des Vorgängermodells nicht mehr viel gemein. Flockig gestylt und quietschbunt lackiert kommt er mit großen Scheinwerferaugen daher - eine abermalige Variante des Prinzips Kindchenschema, das offenbar weltweit zieht. Dazu gibt es bei 3,77 Metern Länge und 2,37 Metern Radstand Platz für bis zu fünf Insassen und einen Kofferraum, der mit 280 Litern nahezu VW-Golf-Format hat. Auch die - zum Teil natürlich aufpreispflichtige Ausstattung - kann sich sehen lassen. Zu Verfügung stehen beispielsweise Servolenkung, ABS, CD-Radio und die wichtigsten Airbags.
Ähnlich wie Renault das Modell Stepway oder VW das Modell Cross-Fox bietet auch Fiat den neuen Uno auf Wunsch im milden Offroad-Look an. Dann trägt das Auto den Beinamen "Way" und rollt mit besonders robusten Schürzen und Stoßfängern vom Band.
In Fahrt bringen den Wagen, dessen Einstiegspreise deutlich unter umgerechnet 10.000 Euro liegt, zwei neue Vierzylindermotoren, die, wie fast alle Benziner in Brasilien, so ziemlich jede Mischung aus Benzin, Ethanol oder anderen Alkoholsorten verbrennen können. Im Basismodell stehen 1,0 Liter Hubraum und 75 PS zur Verfügung, für die besseren Varianten gibt es eine Maschine mit 1,4 Liter Hubraum und 85 PS.
Bis 2012 werden rund 50 neue Billigauto-Modelle debütieren
Das brasilianische Comeback des Uno ist ein weiterer Beleg für den anhaltenden Boom der Billigautos. "Das Segment der kompakten Low-Cost-Fahrzeuge ist definitiv ein Wachstumsbereich", sagt Lars Stolz von der Managementberatung Oliver Wyman in München. Während der Gesamtmarkt im vergangenen Jahr weltweit um zwölf Prozent zurückging, hätten diese Autos um 13 Prozent zugelegt. "Der Trend wird so weitergehen", erwartet Stolz und sieht den Schwerpunkt des Wachstums in den asiatischen Ländern. Die stellen heute 70 Prozent des Produktionsvolumens. Stolz: "Asien und insbesondere China bleiben Weltmarktführer im Segment der kompakten Low-Cost-Fahrzeuge."
Einher mit der Entwicklung geht eine deutliche Ausweitung des Angebots. "Bis 2012 erwarten wir die Premiere von mehr als 50 kompakten Low-Cost-Fahrzeugen, davon allein etwa 20 in diesem Jahr", berichtet der Experte. Die meisten Billigautos werden laut Stolz von lokalen Unternehmen für den Heimatmarkt hergestellt. Drängen die etablierten Weltmarken in das Segment, zum Beispiel VW mit dem südafrikanischen Polo Vivo, Peugeot mit dem 206 in Argentinien oder jetzt eben Fiat mit dem neuen Uno in Brasilien, werden bewährte Technik und längst bezahlte Werkzeuge weiter genutzt. Immerhin erhielt die betagte Fiat-Konstruktion eine moderne, ansprechende Verpackung.
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"Rundum ordentlich: Ein Blick ins Cockpit des brasilianischen Fiat Uno. Das Auto genügt zwar nicht den inzwischen in Europa üblichen Ansprüchen, doch in Schwellenländern gehört der Wagen durchaus zum gehobeneren [...] mehr...
Vielleicht hat man Ihnen beigebracht, dass déjà neuerdings ohne accent aigu auf dem e zu schreiben ist. Sie haben aber Recht, ein Abi habe ich nicht gemacht, da ich nicht auf einer deutschen Schule war. Allerdings habe [...] mehr...
LOL, Gandhi scheint kein Abi zu haben, aber wenigstens was, daß er Spiegel liest! Knapp vorbei ist auch vorbei! La vie est dure! mehr...
Beleerung gefällt mir ;-) Inhaltlich möchte ich ngrimp allerdings beipflichten. Sollte die Schreibweise in der Überschrift des Artikels ursprünglich fehlerhaft gewesen sein, so ist sie zumindest mittlerweile korrigiert.... mehr...
Es waere besser gewesen, Sie haetten erst einmal genau hingeschaut, bevor sie Ihre Beleerung abgaben! mehr...
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