Exotische Velos: Fahrräder auf dem Holzweg

Von Andrea Reidl

5. Teil: Freihändig fahren mit Frontalantrieb

Fotostrecke: Teuer und exotisch - Holzräder im Vergleich
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Möller

Schneller ging es bei Schreinermeister Bernd Vonau. Sechs Stunden arbeitete er an dem ersten Prototypen seines Holz-Liegerads. Dann waren die Multiplexplatten zurechtgesägt und mit einem Montagekleber aus der Kartusche fest miteinander verbunden. "Den Rahmen habe ich etwas grobschlächtig zusammengebaut, aber es hielt und ich bin mit dem Rad etwa drei Monate gefahren", sagt Vonau. Danach machte er sich an das Meisterstück: Einem Liegerad aus geölter Rubinie.

Vonaus Ziel war ein ebenso leichtes wie stabiles Liegerad aus Holz. Mit dem Ergebnis ist er noch heute, elf Jahre später, zufrieden. "Das Rad lässt sich trotz Frontalantrieb mit asymmetrischer Gabel freihändig fahren", sagt er stolz. Und Geschwindigkeiten von mehr als 50 Kilometer pro Stunde schaffe er damit problemlos. Als Schreinermeister achtete Vonau besonders auf tischlerische Details. So kann er bei dem Liegerad den Abstand zu den Pedalen per Scharnier verstellen. Das Velo ist mit 12,5 Kilogramm ein Leichtgewicht. "Mit Leichtbauteilen lässt sich das Gewicht auf elf Kilo reduzieren", sagt Vonau.

Einige Jahre führte der Zweiradenthusiast ein Fahrradgeschäft. Das gibt es heute zwar nicht mehr, aber es existiert noch die Web-Seite und auf dieser stellt Vonau den Bauplan des Liegerads kostenlos zur Verfügung. Schwierig sei der Nachbau nicht, erklärt er. Vorausgesetzt man sei handwerklich geschickt und besitze das typische Schreinerwerkzeug, wie Band-, Kreis- und Stichsäge. Dann kann man das Rad in drei Wochen bequem bauen.

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insgesamt 20 Beiträge
Realo 08.06.2010
Hallo SpON vielen Dank für den Link zum Bauplan des Liegerades ! Das wird vielleicht mein nächstes Projekt...... Wir haben vor 40 Jahren im Werkunterricht ein 26" Fahrrad aus einer Holz-Bambus Kombination gebaut. Das war [...]
Hallo SpON vielen Dank für den Link zum Bauplan des Liegerades ! Das wird vielleicht mein nächstes Projekt...... Wir haben vor 40 Jahren im Werkunterricht ein 26" Fahrrad aus einer Holz-Bambus Kombination gebaut. Das war leider auch extrem schwer, trotz des Oberrohres aus Bambus. Es fuhr sich aber gut.
günterjoachim 08.06.2010
Und was für Vorteile haben jetzt die Holzräder gegenüber Standardware?
Und was für Vorteile haben jetzt die Holzräder gegenüber Standardware?
bicyclerepairmen 08.06.2010
Der Spaß. Wohl sonst aber nix, schließlich hat man solche Ideen schon um die vorletzte Jahrhundertwende begraben. Übrig blieben noch ca. 30-40 Jahre die Holzfelgen weil diese im Vergleich zum Aluminium ( u.ä.) billiger und teils [...]
Zitat von günterjoachimUnd was für Vorteile haben jetzt die Holzräder gegenüber Standardware?
Der Spaß. Wohl sonst aber nix, schließlich hat man solche Ideen schon um die vorletzte Jahrhundertwende begraben. Übrig blieben noch ca. 30-40 Jahre die Holzfelgen weil diese im Vergleich zum Aluminium ( u.ä.) billiger und teils robuster waren.
kleinzack 08.06.2010
So ein 100 Watt-Eletromoörchen im Rahmen versteckt, das ist doch die Lösung. Man kommt zwar nicht sehr weit damit, aber zur Unterstützung der lungen wäre das doch das Optimaste. Wenn es bergab geht, dann lädt sich die Batterie [...]
So ein 100 Watt-Eletromoörchen im Rahmen versteckt, das ist doch die Lösung. Man kommt zwar nicht sehr weit damit, aber zur Unterstützung der lungen wäre das doch das Optimaste. Wenn es bergab geht, dann lädt sich die Batterie wieder auf und dann kann man auch noch Strom aus einer ausrollbaren Photovoltaik-Matte (einspeisbar während einer Kaffeepause) einspeisen.... Die Zukunft wird herrlich sein!
brux 08.06.2010
Wir leben nun einmal in einer Konsumenten- und nicht in einer Mönchsgesellschaft. Lifestyle ist ein Wirtschaftsfaktor. Mir sind Leute, die 10 KEUR für so ein Rad ausgeben, lieber als solche, die mit einem BMX X6 zur [...]
Zitat von günterjoachimUnd was für Vorteile haben jetzt die Holzräder gegenüber Standardware?
Wir leben nun einmal in einer Konsumenten- und nicht in einer Mönchsgesellschaft. Lifestyle ist ein Wirtschaftsfaktor. Mir sind Leute, die 10 KEUR für so ein Rad ausgeben, lieber als solche, die mit einem BMX X6 zur Bestätigung ihres angeblichen sozialen Status' herumfahren und die Umwelt verpesten.
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  • Datum: Dienstag 08.06.2010 | 06:43 Uhr
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