Der am Freitag von GM und der US-Behörde für Verkehrssicherheit verkündete Rückruf ist doppelt peinlich: Wegen des gleichen Fehlers hatte der Konzern bereits vor zwei Jahren seine Kunden in die Werkstätten gebeten. Doch die damalige Abhilfe erwies sich letztlich als nutzlos. Und eine neuerliche Reparatur ist ausgeschlossen. Denn der Zulieferer ging über den ersten Rückruf pleite.
Stattdessen baut GM jetzt das komplette Heizsystem für die Scheibenwaschanlage aus und entschädigt die Autobesitzer mit 100 Dollar je Fahrzeug. Gedacht ist das Heizsystem für den Winter, wenn Schnee und Eis auf der Windschutzscheibe die Sicht nehmen.
Sollten alle Fahrzeuge in die Werkstätten gebracht werden, müsste GM rund 150 Millionen Dollar an die Kunden auszahlen. Weitere Angaben zu den Kosten machte der US-Autobauer nicht.
Im Heimatmarkt USA sind fast 1,4 Millionen Autos betroffen, weitere knapp 100.000 Autos in Kanada, der Rest ist in den Export gegangen. Erst gerade hatte der Konkurrent Chrysler weltweit rund 700.000 Wagen zurückrufen müssen wegen Bremsproblemen, Kurzschlüssen und klemmenden Gaspedalen.
Der japanische Weltmarktführer Toyota hatte zu Jahresbeginn mit einer Pannenserie geschockt, die rund 8,5 Millionen Autos umfasst. Branchenkenner fürchten nun um den Ruf der gesamten Automobilbranche.
rom/dpa-AFX/Reuters
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