Von Tom Grünweg, New York
Die Schnitthöhe des Rollrasens wurde genau kontrolliert. Die Dicke des künstlich aufgeschütteten Sandstrands ebenso. Und dann natürlich der Schalldruck der Soundanlage in dieser urbanen Oase, die Times Square heißt.
Volkswagen will Weltspitze sein - und dafür muss der deutsche Konzern nicht nur in China, Indien oder Brasilien punkten, sondern auch den US-Markt erobern. Hier soll der Absatz mehr als verdreifacht werden, auf bis zu 800.000 Autos pro Jahr. So plant es US-Chef Stefan Jacobys bis 2018, und deshalb hat er mitten auf dem Times Square in New York eine der spektakulärsten Autoshows des Jahres veranstaltet. Der neue VW Jetta wurde hier enthüllt. Das Auto gilt in Deutschland als Golf mit Stufenheck und immer noch als spießig - jenseits des Atlantiks aber ist es ein Bestseller.
Mehr als tausend Gäste, der Platz dicht gefüllt, zwei Stunden Party mit Katy Perry im hautengen Latexkleid - am Ende sprang sie sogar noch auf die Motorhaube des neuen Autos und machte das Stufenheckmodell zumindest für ein paar Minuten zum Star. Der Auftritt dürfte locker ein paar Millionen Dollar gekostet haben, doch so ist das Geld vermutlich gut angelegt.
"Kein anderes Auto ist für uns in den USA so wichtig wie der Jetta", sagt VW-Sprecher Christian Buhlmann. Jedes zweite Auto, das der Konzern dort verkauft, ist ein Jetta, das macht bis zu 110.000 Zulassungen im Jahr - und "das gilt es zu steigern", sagt Jacoby. Nicht nur durch Shows, sondern auch technisch. Nach fünf Generationen und fast zehn Millionen verkauften Exemplaren nimmt das Auto mit der neuen Ausgabe Abschied vom Spendermodell Golf.
Gemeinsame Karosserieteile wird es nicht mehr geben; der neue Wagen wirkt elegant. Außerdem wächst der Viertürer deutlich in die Länge, der Radstand nimmt um sieben, die Karosserie um neun Zentimeter zu. Bei 4,64 Meter Gesamtlänge kann man nun auch im Fond ordentlich sitzen, und vorne hat man spürbar mehr Platz als im Golf.
Unter der Haube gibt es in den USA nur Hausmannskost
Unter der Haube bekommen die Amerikaner vergleichsweise biedere Ware. Große Hubräume und viel Leistung sollen die Kunden locken, deshalb beginnt das Programm mit einem zwei Liter großen Vierzylinder mit 115 PS und reicht bis zum 170 PS starken 2,5-Liter-Motor. Und natürlich ist auch wieder ein Selbstzünder im Angebot; schließlich ist der Jetta eines der wenigen deutschen Autos, das in den USA auf nennenswerte Diesel-Anteile kommt.
Wenn der Wagen im Januar 2011 auch in Europa angeboten wird, sieht die Sache allerdings ein wenig anders aus. Dann gibt es ausschließlich Direkteinspritzer-Maschinen, als Einstiegsmotorisierung ist ein Aggregat mit 1,2 Liter Hubraum vorgesehen. Insgesamt plant VW mit sechs Motoren von 105 bis 200 PS und hat auch Sparversionen mit Start-Stopp-Technik auf dem Zettel. In diesem Fall ist der kleinste Benziner mit 5,3 Litern Durchschnittsverbrauch zufrieden, und der Diesel wird mit 4,1 Litern zur "sparsamsten 4,60-Meter-Limousine der Welt".
Der Preis wurde im Vergleich zum Vorgängermodell gesenkt
Mit Blick auf den in den USA sechsmal so erfolgreichen Toyota Corolla hat VW nicht nur am Auto, sondern auch am Preis gefeilt. Das Einstiegsmodell kommt ab 15.995 Dollar, "das gleiche Niveau wie unsere Wettbewerber", sagt Buhlmann. In Europa wird der US-Kampfpreis allerdings nicht zu halten sein. Ein komplett geändertes Fahrwerk, andere Motoren und eine aufwändigere Bordelektronik dürften den Preis hierzulande auf knapp 20.000 Euro treiben.
Um in den USA zur Volksmarke zu werden, plant der Konzern außerdem den New Midsize Sedan. Für ihn wird eigens ein US-Werk in Chattanooga gebaut. Die Planungen für dessen Premiere laufen schon, 2011 in Detroit ist es soweit. Falls Katy Perry auch da wieder singen sollte, muss sie sich allerdings wärmer anziehen.
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Genau so ist es. Aber es hört ja nicht bei der Pannenstatistik auf.... alle 80.000 (ein Witz) zB muss der Zahnriemen vom Polo / Golf gewechselt werden. (warum keine Kette???) Bei VW mindestens 1000 Euronen. Bei Dacia noch [...] mehr...
Es gibt kein Konsumgut ausser Autos das nach Vertragsunterschrift praktisch wertlos ist. Käufergruppe Nr.1 die Bling ohne tech. Sachverständnis zu überhöhtem Preis einkaufen und im nächsten Jahre die Krise kriegen weil [...] mehr...
Es gibt 6 Arten des Automarktes: USA (lieben große,nach einem Baufarzeug anmutende Autos, die Marke spielt dabei fast eine untergeordnete Rolle). Asien (meistens asiatische Fahrzeuge, neigung zum Mickey Maus und Hallo Kitti [...] mehr...
Für diesen vollkommen geschmacklosen Jetta kann ich mir nur einen Zweck vorstellen: Stockcar-Rennen mehr...
Dann frage ich sie jetzt warum ein und das selbe Fahrzeug in den Staaten oder in Neu Seeland, oder in Australien genau die Hälfte von dem kostet was man hier in Deutschland hinblättern muss. Egal aus welchem Erdteil das [...] mehr...
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