Rottweil - Der Testfahrer war auf der Bodensee-Autobahn in Baden-Württemberg mit seinem Fahrzeug in ein kurz zuvor verunglücktes Auto gefahren. Durch die Kollision starb der 26-jährige Fahrer des Unfallwagens, der Testfahrer wurde bei dem Zusammenstoß verletzt. Zwei weitere Autofahrer, die dem verunglückten jungen Mann helfen wollten, konnten sich rechtzeitig vor dem Testfahrzeug in Sicherheit bringen.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Testfahrer trotz Dunkelheit und unklarer Verkehrslage mit einer Geschwindigkeit von 194 km/h auf der Autobahn gefahren war, obwohl in einer Entfernung von 500 Metern vier stehende Fahrzeuge mit eingeschalteter Warnblinkanlage erkennbar waren. Er hatte mit seinem Wagen mit einer Restgeschwindigkeit von rund 170 km/h das Auto erfasst. Dessen Fahrer, der sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Fahrzeugs befand, wurde tödlich verletzt.
Das Gericht verurteilte den Daimler-Testfahrer zu einer einjährigen Freiheitsstrafe, außerdem entzog es dem Mann für sechs Monate den Führerschein.
Laut Gericht hat der Anwalt des Testfahrers erklärt, sein Mandant werde den Strafbefehl akzeptieren. Die Einspruchsfrist endet am 10. September. Einer Daimler-Sprecherin zufolge hat der Mann seit dem Unfall keinen Führerschein mehr und ist deshalb nur noch im Innendienst des Unternehmens tätig.
rom/ddp
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Auto | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Mercedes-Benz-Modelle | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH